283 - Beratung als Resonanzphänomen mit Lothar Wüst

Shownotes

In diesem Gespräch reden Martin und ich mit Lothar Wüst, einem Experten für Organisationsberatung. Er ist Coach, Berater und Lehrtrainer am Hephaistos Institut in München. Wir reden mit Lothar über die Bedeutung von Resonanz in Beratung, die Grenzen der Steuerbarkeit von Organisationen und die Rolle von Selbstwahrnehmung und Metaphern in Veränderungsprozessen. Wir werfen einen Blick auf die Metatheorie der Veränderung und im speziellen auf die Leitprozesse der Psychodynamik. Natürlich teilt Lothar teilt auch wertvolle Einblicke, wie er durch Resonanz und Selbstwahrnehmung einen Unterschied für seine Kunden bewirken kann und wie man Resonanz üben kann.

Du erreichst uns mit deinen Fragen auf den unten angegebenen Social Media Kanälen, auf unserer Webseite https://www.wir-muessen-reden.net oder direkt an podcast@wir-muessen-reden.net

Abonnieren, teilen, Algorithmus glücklich machen! Über positive Bewertungen auf den gängigen Plattformen freuen wir uns natürlich auch.

Viel Spaß beim Hören! Dein David & Martin

Martin Aigner: Twitter: @aigner_martin LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/martin-aigner-865064193

David Symhoven: LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/david-symhoven-2a04021a5/ Buch: http://www.amazon.de/dp/398267431X

======================================= Lothar Wüst: https://lothar-wuest.com Cormens: https://www.cormens.com Metatheorie der Veränderung Tool: https://metatheorie-der-veraenderung.info/wpmtags/metatheorie-der-veraenderung/ Hephaistos Institut: https://hephaistos.org

=======================================

Hast Du Interesse an einer Zusammenarbeit? Wir beraten und unterstützen dich gerne! Keine Patentrezepte und fertige Lösungen, sondern gekonnte Detektivarbeit. Erkenntnisgewinn garantiert. 👉 Schreib uns, wenn Du Unterstützung suchst: podcast@wir-muessen-reden.net oder buche direkt dein Erstgespräch

Transkript anzeigen

00:00:01: Einen wunderschönen guten Tag zusammen.

00:00:04: Martin Uelich haben uns wieder ein Gast eingeladen, dessen besondere Stärke darin liegt Fähigkeiten zu vereinen wie es nur wenige andere tun.

00:00:11: So hatte sich auf der einen Seite durch sein Studium der Sozialologie eine enorme Abstraktionsfähigkeit erarbeitet und kann schnell Dynamiken erkennen und diese benennen.

00:00:19: Auf der anderen Seite bringt er eine breite Erfahrung als Führungskraft mit – ob in Konzernen, in denen er bereits alles nur denkbarer erlebt hat oder in vielen Projekten als interner oder externe Berater in mehr als fünfzehn Ländern.

00:00:30: Dies, gepaart mit einer freundlichen, nahbaren, kontaktvollen und angenehmen Art machen unseren Gast zum idealem Ansprechpartner für verschiedenste Themenfelder.

00:00:39: Nimmt eine Beratungstätigkeit ist er auch als Keynote-Speaker, Coach oder Auto aktiv.

00:00:43: Seine Arbeit bewegt sich häufig an der Schnittstelle von persönlicher Entwicklung, Teamdynamik und organisationaler Transformation.

00:00:50: Besonders wichtig ist ihm dabei das Veränderungen nicht nur theoretisch verstanden wird sondern tatsächlich im Alltag wirksam wird.

00:00:55: Eine Frage steht aber häufig im Vordergrund Wie entstehen wirklich wirksame Begegnungen?

00:01:01: Der nachhaltige Veränderung entsteht selten durch Konzepte allein, sondern vor allem durch die Qualität der Zusammenarbeit zwischen Menschen.

00:01:07: Unser Gast ist außerdem einer der geschäftsführenden Gesellschafter der renommierten Boutique-Beratung Cormins in München – Core das Herz, Menz der Verstand und mit Herz und Verstand freue ich mich sehr auf dieses Gespräch heute.

00:01:18: Danke für deine Zeit und herzlich willkommen Lothar Wüst!

00:01:33: Also es gibt noch eine Sache, die tatsächlich interessant sein könnte.

00:01:36: Weil das auch mit den Inhalte unseres Gesprächs wahrscheinlich zu tun haben wird.

00:01:39: Neben meiner Rolle bei Cormins bin ich auch Lehrtrainer bei den Defais des Coaching Instituts und dann einen starken Fokus auf die Themen, die wir gleich besprechen werden.

00:01:47: Ja, das stimmt!

00:01:48: Das ist ne sehr gute Ergänzung.

00:01:50: Ansonsten loter unsere lockere Einstiegsfrage ist meistens womit beschäftigst du dich aktuell?

00:01:56: Was treibt Dich um?

00:02:01: Es ist eine sehr verschiedene Ebene.

00:02:03: Auf einer persönlichen Ebene treibt mich gerade um was so in der Welt los ist, da gibt es aber natürlich keine schnellen Antworten, aber dann musst du irgendwie einen Umgang damit finden und damit klarkommen.

00:02:12: Und auf einer beruflichen Ebne bereitet mich einfach immer wieder die Frage um, was kann die Ratung wirklich leisten?

00:02:19: Und wodurch kann sie wirksam sein?

00:02:21: Was sind Fantasien, was sind vielleicht Illusionen in dem Geschäft?

00:02:25: Das ist eine nie endende Frage, aber immer wert drüber nachzudenken aus meiner

00:02:28: Perspektive.".

00:02:33: Was sind denn so gängige Illusionen, was würdest du denn sagen?

00:02:37: Ich muss sagen die Anzahl der Illusion ist eher rückläufig.

00:02:41: Ich würde mal sagen früher gab es so die Fantasie dass Organisationen direkt steuerbar sind das wenn man sie nur optimal aufeinander ausrichtet.

00:02:49: ein Zahnrad ins andere greift allein diese Sprache die da drin lag Organisation zu trivialen Maschinen was in der Regel nicht sind Und während man vielleicht früher Leute noch überzeugen musste, dass es wichtig ist andere Denkrahmen zu benutzen.

00:03:06: Wenn man auf Organisationen blickt habe ich jetzt den Eindruck die Manager und Managerinnen bringen dieses Thema immer stärker in die Organisationen weil sie selber merken das sie nicht diesen linearen Einfluss haben.

00:03:19: Ich würde denen ihnen gerne wünschen wenn so einfach wäre ja dass er die Dinge so regeln könnten dass es dann regelbar ist.

00:03:25: Aber dazu sind Organisationen zu komplex, die Welt zu komplex.

00:03:29: Die menschliche Psyche zu komPLEX und diese Unvorheersieberkeit dessen was in Organisationen abgeht führt einfach dazu dass es in der Regel nicht möglich ist direkt durchzugreifen und eindeutig vorzubeissen was bei der Intervention rauskommt.

00:03:43: Was bei sie noch kein Problem ist.

00:03:44: ein Problem ist nur wenn man die Fantasie hätte Veränderungen wie er den Jahr planbar hast du echt den Eindruck das es besser geworden ist?

00:03:55: Also das mag jetzt mal ein bisschen eine Selbstelektion sein, die der Stadt findet.

00:03:59: Wir positionieren uns relativ klar auf unserer Webseite für was wir stehen wie wir über Organisationen denken und bis auf ganz wenige Aufnahmen hatten wir nicht das Gefühl dass sich Leute bei uns melden, die ihm völlig anderes Verständnis von der Art haben weil dann wäre es schwierig.

00:04:15: Wir haben so einmal einen sehr lustigen Anruf gekriegt von jemandem gesagt hat also so ein Blödsinn wenn man bei ihnen keine Lösungen kriegt das wollen sie dem dann liefern Aber sonst ja auch ein nettes Gespräch daraus zu ergeben.

00:04:26: Also insofern sage ich, mit den Kunden, mit denen wir arbeiten hat sich was verändert, dass sie wirklich Interesse haben.

00:04:34: Verstricht mir nicht das Blaue vom Himmel, macht keine trivialen Lösungsversprechen, macht es aber nicht extra kompliziert sondern sein echtes Ding über begleitet mich im Prozess.

00:04:45: Seid du irritationsfähig ebenso wie es von euch erwartet ist auf der Kundenseite, daß ihr irritationsfähig seid und miteinander dann etwas zu generieren?

00:04:52: Und auf die Art von Managerinnen und Managern treffe ich immer mehr.

00:04:56: Ja, es ist gut möglich dass da eine Vorselektion aufgrund der Webseite gibt ja die dann schon mit einer sage mal angepassten Grundhaltung auf einen treffen, aber ich erlebe das immer noch.

00:05:07: Also jetzt insbesondere im KI-Kontext da wo quasi diese, nennen wir sie mal Steuerungsillusion einer Firma sich auch in der KI fortsetzt.

00:05:17: und ich finde es super schön weil das ist immer der Beweis dass es nicht geht, weil bei eine KI lässt sich nämlich nichts steuern, weil die nicht deterministisch ist.

00:05:26: Also, das ist wie ein Spiegel dessen... Pass auf.

00:05:29: Ich habe sogar eine Maschine gebaut die so reagiert wie die Wirklichkeit nämlich nicht der terministisch und du kannst sie nicht steuern.

00:05:38: Das stimmt!

00:05:38: Das ist wiederum aus meiner Perspektive lustig weil KI damit das gleiche in Grün ist.

00:05:44: also sozusagen das Kommunikationsgebahn von KI würde ich gleich setzen mit der Nicht-Verhersiebarkeit menschlicher Kommunikation.

00:05:53: Oder dass sie sagt, er isst das gleiche wie ein Mensch.

00:05:55: Aber der kommt den Geld nicht.

00:05:58: Wir haben es ja so gebaut, dass die so funktioniert, also dass sich so interagiert mit uns als wir Menschen.

00:06:04: Und dann sehen wir das auch wunderbar immer.

00:06:06: Also ich finde das in schöner Spiegelland.

00:06:08: Der Klassiker ist dann immer so Ja jetzt handeln Prozesse müssen wir das mit KI abbilden.

00:06:13: Das ist genau das Gegenteil was man mit KI machen sollte oder auch mit Menschen und sagen hey Regelwerk wären dann Beziehungen.

00:06:20: So kannst du eine Maschine bauen, aber nicht ein komplexes System begleiten.

00:06:25: Aber das ist die Wirklichkeit.

00:06:29: Weil Lukas Sagst du triffst doch noch auf andere Entscheiderinnen und Entscheidern?

00:06:33: Ich habe gesagt, da gibt es eine Vorselektion.

00:06:34: Das stimmt!

00:06:36: Aber ich müsste meine eigene Antwort nochmal etwas mehr differenzieren... Also auf der Vorderbühne und Schausseite gibt es schon manchmal die Fantasie.

00:06:44: Ich muss ihnen vorangehen, ich muss schlaue Dinge sagen, ich musste in Leuten Orientierung geben, ich muß Entscheidungen treffen was auch alles stimmt aber auf der Hinterbühnen im Stillen, im Eins und Eins ist dann spätestens das Eingeständnis da dass sich diese Planbarkeit gar nicht mehr realisieren kann sondern mit denen arbeiten muss was jetzt ist so.

00:07:03: natürlich brauche ich erstmal irgendeine Art von Zukunftsvorstellung eine Idee wo ich hin will.

00:07:09: Aber die Haltbarkeit dieser Prognosen, die wird längst nicht mehr so eingeschätzt wie es früher mal in der Fallwahrung und Stolz an drei Jahresplänen festgehalten hat.

00:07:18: Für Stakeholder braucht man sie für den Kapitalmarkt womöglich auch, für Orientierungsstiften jetzt weg ja auch.

00:07:24: aber die Verbindlichkeit oder die Fantasie die Zukunft damit festschreiben zu können also die erlebe ich mittlerweile anders Und es ist so unnütze Arbeit.

00:07:33: Also ich verstehe diese anschlussfähige Kommunikation und wir müssen dann hier fünf Jahresplan machen, da finde ich ein oder wir müssen eigentlich einen Hype-Zeikel jetzt reinbauen in die Präsi weil das der Vorstand gerne sieht.

00:07:46: aber das ist einfach so unnutze Arbeit!

00:07:47: Die können man einfach weglassen.

00:07:48: Dann kommen wir gleich an's Eingemachte gehen.

00:07:51: also im Wonto One geht es dann.

00:07:54: Das sehe ich genauso.

00:07:55: Da wird man wirksam gefällt mir gut.

00:08:01: Wir wollen ja heute mit dir über ein Thema sprechen, was meiner Meinung nach also in der, ich sag jetzt mal Bubble und in der Szene nicht so oft besprochen wird.

00:08:08: Das ist bei dir natürlich anders wie du gerade gesagt hast.

00:08:10: Du bist ja auch Lehrtrainer bei Hephaestus.

00:08:11: da kommen wir gleich nochmal drauf zu sprechen.

00:08:13: aber ich würde gerne mit dir das Thema Beratung als Resonanzphänomen sprechen vielleicht um da einfach kurz auszuholen.

00:08:21: Ich habe ja Hephaesus auch vor ein paar Jahren kennengelernt.

00:08:26: Euer USP, wie ich sagen würde ist ja dass ihr ganz ganz viele verschiedene Theorien in der sogenannten Metatheorie der Veränderung vereint.

00:08:33: Ihr denkt ja nicht nur verhältnisseschaffenverhalten sondern das muss ja auch noch weiter präzisiert werden.

00:08:38: Ihr denke ja aktiv und es ist jetzt glaube ich der wichtige Teil die Psychodynamik der Menschen mit was ja fälschlicherweise Luhmann und Ding des Szene immer vorgeworfen wird so unmenschlich zu sein.

00:08:48: und ihr bezieht das jetzt absichtlich wieder ein mit in eure Arbeit Und da würde ich einfach mal schauen gerne wo wir heute Landen bei dem Thema.

00:09:00: Zu Beginn sollten wir dann aber, glaube ich mal klären was ist Resonanz überhaupt?

00:09:07: Also der Begriff begegnet einem ja in verschiedenen Kontexten.

00:09:11: Fangen wir mal mit dem an.

00:09:12: es ist manchmal einfacher was das nicht ist.

00:09:15: also Resonanzen ist nicht einfach ein Echo Niemandmal in der Musik.

00:09:19: das ist glaube ich für die meisten Menschen leicht zu verstehen.

00:09:22: Ich habe eine Gitarre und spiele einen Seite an Und wer jemals der Gitarre am Körper hatte, spürt dann dass der gesamte Resonanzkörper der Gitares und Schwingen anfand.

00:09:31: Man spürtt tatsächlich den Rücken der Gittare auf seinem eigenen Körper und es gerät mehr Entschwingung als nur die eine Seite, die ich anschlage.

00:09:39: alle anderen Seiten schwingen und das potenziert sich etwas ebenso wenn man an einen Flügel denkt.

00:09:45: Man drückt die eine Taste, die wiederum aktiviert dieses kleine Hämmerchen.

00:09:49: drei Seiten kommen in Schwingungen.

00:09:51: Wenn man jetzt in einem Flüge beispielsweise alle anderen Saiten abdeckt ist der Ton sofort ein anderer.

00:09:57: Also es nicht einfach nur ein Echo, sondern es entsteht etwas daraus und das ist wichtig zu verstehen.

00:10:05: Es ist zunächst noch offen was daraus entsteht aber so Resonanz ist auch nicht zwangsläufig Harmonie.

00:10:12: jetzt werden wir mal auf die Physik blickt haben.

00:10:14: ja Resonanzen Phänomene wo durch Fremdeinwirkung eine Eigenfrequenz verstärkt werden kann und Entschwingung gebraucht werden kann eher im ungünstigen Sinne.

00:10:24: Also man denkt an die Bilder von Brücken, die dann irgendwie sich verdrehen aufgrund irgendwelcher aerodynamischer Phänomene oder Windphänomäne.

00:10:31: also was da in Resonanz kommt und ob das für dieses System hilfreich oder nicht ist bleibt erst mal offen.

00:10:38: aber durch einen externen Trigger gerät irgendwas ans Schwingen.

00:10:43: Was heißt es jetzt?

00:10:44: Für Organisationen und für Menschen und für die menschliche Psyche?

00:10:48: Wenn wir bei den Gedanken bleiben, wie ich ihn gerade skizziert habe, dass Organisationen nicht direkt beeinflussbar sind.

00:10:55: Dann kann ich nur schauen mit welchen Resonanzen sie auf Umweltreize reagieren.

00:11:01: also was die Red überhaupt in Schwingung?

00:11:04: Manchmal wird überhaupt auf gar nichts reagiert in gewisser Weise und dann findet keine Kommunikation statt.

00:11:11: Also in dieser Art zu denken heißt Kommunikation gelungene Kommunikations nicht, wir sind dergleichen Minor oder wir stimmen überein.

00:11:18: Sondern es kommt irgendeinen Puls, die auf der anderen Seite zu irgendeiner Resonanz führt und das ist erst mal eine Anschlussfähigkeit in der Kommunikion und dann gehts weiter.

00:11:29: So!

00:11:30: Und was bedeutet jetzt Resonans?

00:11:33: Warum ist es in Beratungen wichtig und wo sich da den großen Unterschied zu anderem ansetzen?

00:11:39: Wenn ich jetzt von mir das Bild hätte, ich bin die größte Expertin oder der größte Expertin irgendeinem Thema.

00:11:46: Dann könnte ich mir vom Kundensystem das Problem schildern lassen, lange intensiv nachdenken und mit irgendeiner Antwort kommen, von der ich davon ausgehe dass sie dort sofort anschlussfähig ist.

00:11:58: Das Smart Phasenweise sogar funktionieren, das mag ich gar nicht in Abreder stellen aber es ist oftmals gar nicht so einfach überhaupt zu verstehen.

00:12:09: Wo ist denn in der Art des Denkens, des Kunden vielleicht schon eine Besonderheit wie ich kognitiv gar nicht durchdringen kann?

00:12:17: Weil es gibt viele Menschen mir wahnsinnig schlau erklären können warum ihre Situation ist wie sie ist.

00:12:25: Klammer auf und sich auch nicht verändern lassen kann.

00:12:27: Krammer zu!

00:12:29: Also ich muss irgendwie den Fuß in die Tür bringen Und entweder ich kann es kognitiv erfassen.

00:12:35: Es kann manchmal der Fall sein, dass sich sagt stimmt doch gar nicht.

00:12:38: Hab schon mal gesehen was das geht und die Technologie kenne ich.

00:12:40: also stimmt nicht.

00:12:41: Ich kann eine Alternative anbieten.

00:12:44: oftmals kann ich das aber nicht automatisch rein Kognitif.

00:12:48: und dann merke ich nur dass in den Gespräch während ich dieser Person zu höre irgendwas sind mir in Schwingung gerät.

00:12:57: Irgendwas?

00:12:59: Es kann etwas sein, ein körperliches Empfinden.

00:13:01: Ich merke, ich spanne mich total an!

00:13:04: Das kann ein Effekt sein, kriege irgendwie einen Gefühl auf einmal.

00:13:08: Es soll ein Bilder sein, die bei mir in Schwingen kommen, krieg lauter Metaphern im Kopf wenn ich jemandem zuhör... Ich krieg irgendwie ein Steuergefühl zwischen dem was gesagt wird und wie es gesagt wird.

00:13:19: Und diese Resonanz ist jetzt nicht etwas das wir eigentlich als Zufallsprodukt abwerten oder als Störfaktor oder ausblenden wollen Sondern im Aufnehmen dieser Resonanz beginnt unsere Art von Beratung.

00:13:34: Da braucht die Person aber eine ganz wichtige Fähigkeit, nämlich diese Selbstbeobachtungen, dass das dann ja Resonanzen passieren kann und also... Ich kenne das bei vielen, aber nicht jeder hat die.

00:13:48: Die müsste man ihm eigentlich vorhin noch mal beibringen auf diese Resonanz zu achten unter den ganzen Rauschen bis Alltags und es klingt jetzt fast ein bisschen esoterisch.

00:13:55: Aber ich muss mich selbst beobachten dass ich merke was macht es gerade mit mir wie wirklich in diesen Meeting ganz konkret?

00:14:03: Was war die Wirkung da drin?

00:14:04: Und ich brauche einen Resonanzen Körper eigentlich dem wir das dann sagt.

00:14:07: Wie wirklich denn das?

00:14:07: sonst kann ich das gar nicht beobachten selber.

00:14:09: möglicherweise trifft es das.

00:14:12: Es ist in vielerlei Hinsichtsvoraussetzungsreich.

00:14:15: Also um überhaupt eine Resonanz arbeiten zu können, brauche ich irgendeine Art von Selbstwahrnehmung.

00:14:22: und es gibt Menschen die sind unterschiedlich geübt darin in der Selbstwahnnehmungen.

00:14:26: aus gewissen Gründen gibt's manche Menschen die schreiben ihre Selbstwahl nehm'n oder Schritt eins die nehmen vielleicht gar nicht so genau wahr was ihr irgendwas in ihnen gerade isst.

00:14:36: dann gibt's manchmal Leute die nehmen zwar wahr aber schreiben denen keine Bedeutung so und schieben sie zur Seite.

00:14:42: Und dann gibt es Leute, die nimmenslar schreiben die irgendeine Bedeutung zu aber finden noch gar keine Sprache um das wieder in die Kommunikation einzuspeisen.

00:14:51: Das ist ein voraussetzungsreicher Vorgang und da sind Menschen unterschiedlich aufgestellt.

00:14:56: Das hat in erster Linie, glaube ich viel mit Primärerfahrungen zu tun.

00:15:00: Also wie bin ich denn sozialisiert worden?

00:15:02: Wie bin ich dann groß geworden?

00:15:04: Haben Emotionen je eine Rolle gespielt?

00:15:07: Hat's irgendjemanden interessiert?

00:15:09: Hatte ich Vorbilder an denen nicht lernen konnte, wie die über sich selbst gesprochen haben?

00:15:13: Da gibt es erst mal unterschiedliche Starts voraussetzen und können nachher mal darüber reden, wie man das vielleicht ein bisschen trainieren kann.

00:15:19: Es ist das Eine!

00:15:20: Und das Zweite was sich tatsächlich anspruchsvoll macht.

00:15:24: Wenn ich jetzt auf etwas im Gespräch reagiere, ist es noch gänzlich offen ob ich sozusagen auf das hier und jetzt reagier oder in mir was aktiviert wird.

00:15:36: Was ich wiederum aus einem anderen Kontext kenne und mit der eigentlichen Situation nichts zu tun hat.

00:15:43: also jetzt mal sehr sanopp.

00:15:44: womöglich habe ich Schwierigkeiten mit sehr autoritär auftretenden Leuten.

00:15:48: Ich strech mit jemandem.

00:15:50: Ich kriege wieder diesen kleinen Status innerlich.

00:15:54: Unbewusst meistens, erinnert mich das an irgendeinen vorangegangenen Chef und ich mache irgendeine Art von Gefälligkeitsberatung im Jahr nicht anzuäckten.

00:16:02: Dann ist diese Resonanz wichtig auszuwerten.

00:16:05: aber sie hatten mehr mit meiner Biografie zu tun als beim hier-und jetzt!

00:16:09: Und dann gibt es eben viele Resonanzen wo ich sage also bis gerade eben war ich bestens gelaunt alles cool alles fein und je länger dass die Spree geht umso komischer wird's.

00:16:19: dann denke ich mir wahrscheinlich hat das irgendwas interaktionalen Geschehen hier und jetzt zu tun, aber zu differenzieren auf was gehe ich denn gerade in Resonanz?

00:16:29: Und ist es für die Analyse ja hilfreich oder nicht.

00:16:32: Das ist sehr wichtig auch das einigermaßen im Griff zu haben.

00:16:36: Da würde ich gerne noch mal reingehen.

00:16:37: Jetzt hast du die zentrale Frage, die ich dir stellen wollte quasi vorausgenommen.

00:16:42: Wie kann ich denn eigentlich unterscheiden zwischen Ist das mein Thema, was da gerade getriggert wird Oder ist das wirklich ein Resonanzphänomen in der Gruppe, in der Organisation?

00:16:51: Was ich jetzt durchaus sehr wertstiftend wieder in die Kommunikation bringen sollte.

00:16:57: Und das finde ich es wirklich nicht einfach!

00:16:59: Nein also fangen wir mal mit der Konsequenz an.

00:17:03: bis zum gewissen Grad ist es egal weil was mache ich denn mit dieser Resonance?

00:17:09: Dieser Resonans leitet mich ja darin.

00:17:12: was ist meine nächste Frage, meine nächste Intervention und mein nächster Beitrag?

00:17:17: Und da mache ich mich frei von der Erwartung, das muss jetzt die einzige Richtige sein.

00:17:21: Das kann nur funktionieren aber ich kann es erstmal zur Verfügung stellen und dann merkt man relativ schnell wenn die Leute nur irgendwie komisch in der Gegend rum schauen sich wohnen an was redet?

00:17:32: Der Typ!

00:17:33: Dann deutet vielleicht eher darauf hin dass es mit dem hier und jetzt nichts zu tun hat und dann muss ich mal etwas anderes überlegen.

00:17:40: also es ist noch kein Problem außer ich meine meine Resonanz ist die Wahrheit und das ist wirklich wichtig.

00:17:45: Das ist meine Wahrheit in meinem Reagieren, ob das eine Wahrheit für das zu beraten System ist.

00:17:51: Ist erst mal vollkommen offen an der Stelle.

00:17:53: also selbst wenn ich sozusagen nur irgendeine autobiografische Sache zur Verfügung stell oder aus so einer autobiografischen Sache getrickert bin entsteht noch kein Schaden weil im Sinne von Anschlussfähigkeits interessiert womöglich kein was sich da reinbringen und es ist nicht groß was passiert anders ist es.

00:18:11: natürlich Merkt man schnell, wenn man irgendeine Metapharreinbirge bringt.

00:18:15: sowas im Sinne von Wenn ich ihn zuhör.

00:18:18: Es kommt mir so vor als wollen sie mehr mit den Pudding an die Wand nadeln.

00:18:21: es ist immer bezogen bei wenig Bezug aneinander wenig Kontakt geht's ihnen eigentlich auch So wenn Sie einen kolleginnen und Kollegen zu hören Und dann passiert meistens was das einer sagt man endlich sagts mal einer oder finde Ich auch oder wir haben doch nicht mal putting geschütten ja die subbe an die wand und die klebt da nicht.

00:18:38: also meistens wird diese Resonanz dann aufgegriffen.

00:18:42: Und jetzt die Frage, wie kann ich aber trotzdem im Vorfeld ein bisschen auswerten?

00:18:47: Ob ich jetzt etwas von Ihnen hier und jetzt oder dem Kundensystem aufgreife oder rein aus mir hängt viel davon ab.

00:18:54: Natürlich, wieviel man sich mit sich selbst beschäftigt hat also kenne ich bis in meine Themen habe ich ein gewisses maß an Selbstreflexion.

00:19:02: auch an Selbsterfahrung weiß ich in welchen Situationen Ich zu welchen emotionalen Reaktionen neige kriege ich das auch körperlich mit Und das soll man schon ein Stück weit üben, dass man sagt gewisse körperliche Phänomene erlebe ich eher in gewissen Kontext und wenn man sowas mal für sich zum einen erkannt hat.

00:19:22: Manchmal kann man diese Themen auch zum Durcharbeiten sind sie nicht mehr so bedeutungsvoll.

00:19:26: aber es geht gar nicht darum was die durchgearbeitet sein müssten.

00:19:29: Aber man muss sich diesen Sensor bewusst sein und ihn nutzen und zu sagen Nämne sind so eine Richtung geht könnte es eher mein Thema sein als das ist natürlich auch so.

00:19:43: Ich finde zumindest so wie ich in meiner jetzt bisher noch nicht so ganz so langen Berufstätigkeit aber auch so sozialisiert wurde, in den Unternehmen.

00:19:51: Also ich würde fast sagen wenn es überspitzt wird das gilt ja als unprofessionell.

00:19:55: Also Gefühle zu äußern gerade wenn man jetzt irgendwie Manager ist dann muss man ja sozusagen man muss die Richtung vorgeben da haben Emotionen nichts zu tun.

00:20:03: Das ist deutlich besser geworden.

00:20:05: Ich sag nur dass es aber auch ein Thema was da auch mit rein spielt.

00:20:08: Dass diese Art von Beratung und so auch in die Kommunikation zu gehen, auch bei meinem Gegenüber sehr voraussetzungsreich ist.

00:20:18: Ja nein würde ich sagen!

00:20:21: Also das eine ist ja auch hier wieder auf einer Selbstwahrnehmungsebenev.

00:20:26: also welche Resonanz kriege ich mit?

00:20:28: Und jetzt geht es ja schon dadurch oder darum sich klar zu sein und wie bringe ich dir jetzt im System dass sie anschlussfähig ist.

00:20:38: Und wenn ich natürlich eine wahnsinnig, sagen wir mal gefühlsbasierte Sprache in einem Kontext wähle wo das keine Raum hat dann stört er die Kommunikation.

00:20:50: Aber wenn ich beispielsweise und ich versuche da oftmals in der Sprache der Kunden zu bleiben also jemand erzählt mir irgendwas und ich habe das Gefühl das ganze Gespräch ist entkoppelt voneinander.

00:21:01: es ist vollkommen unklar wer sich auf wen wie zieht.

00:21:04: es bleibt ständig nebulös Und ich weiß beispielsweise, es sind produzierende Unternehmen und die haben gewisse Maschinen.

00:21:12: Dann versuche mich in der Welt der Kunden zu versetzen und mache ein Beispiel aus deren Maschienenwelt.

00:21:16: Die erfährt nach einer Zeit so ein paar Geschichten wie uns sagt.

00:21:19: dann stellt ihr mal vor geht an die und die Maschine das Werkstück läuft durch und drüben ist die andere Maschine außer?

00:21:24: das fliegt einfach auf dem Boden.

00:21:26: ja das geht gar nicht Naja, aber genau ist das was sie hier praktizieren.

00:21:29: Also einer von ihnen sagt etwas und der andere macht seine Maschinen zu, geht in die Mittagspause, holt sich eine Lebercastsennel und schaut warum die wir im Bauteil am Boden liegen.

00:21:37: Man kann es schnell in die Sprache der Kunden übersetzen und das ist auch wichtig weil ansonsten mag's ein bisschen befremdlich sein.

00:21:44: In gewissen Kontexten zumindest.

00:21:46: Und gleichzeitig, es ist manchen Leuten gar nicht so bewusst dass sie selber sehr viel damit arbeiten.

00:21:52: Man kann mal durchaus und so habe ich oftmals meine Zeit auch in gewissen Management Meetings verpasst weil da mag ich nicht ganz allein sein Ich war als ich noch angestellter war daraus in Meetings die für mich nicht so bedeutsam waren aber man halt irgendwie hingehen musste sollte durfte und wenn's dann wirklich ganz Themen fremd für mich wurde habe ich eher das Infektionsgeschehen beobachtet als den Inhalt.

00:22:14: Und da gibt es schon Leute darauf, Entscheider-Eben und Mitarbeiterebene die viel damit arbeiten ohne dass sie das glaube ich selber klar ist.

00:22:22: Aber das sind dann oftmals diejenigen denen man anders zuhört, die die Diskussion drehen, die auf so einer Meterebene Beobachtung reingeben.

00:22:29: also ich glaub die Wirksamkeit ist viel verbreiteter und nachweisbar weil es den Leuten manchmal benutzt ist Ja ja doch das kann ich bestätigen ja Stimmt Also die meisten benutzen das.

00:22:44: Die haben bloß nicht das Wort dafür, also die tun Bauchgefühlsentscheidungen treffen.

00:22:48: Die tun sagen, na da bin ich schlecht gefühlt und machen mal was netten so dass es das maximale was noch in der Businesssprache sich da manifestiert hat.

00:22:55: aber eigentlich ist es eine emotionale Entscheidung ja Und die mag gut sein im Komplexen Das ist ein guter Ratgeber oft immer betrachtet wo er das geübt hat dieses Bauch-Gefühl ob das das richtige Lernumfeld war Aber finde Nicht definitiv.

00:23:12: sollte man da einfach mehr zu Tage bringen, auch das zu legitimieren.

00:23:17: Das war jetzt die Bauchgefühlsentscheidung.

00:23:19: Machen wir so!

00:23:20: Es gibt keinen Grund.

00:23:21: Wir machen es jetzt.

00:23:23: Ja, genau.

00:23:24: Also ob es da gleich zu der Entscheidung führt und nochmal gänzlich offen aber zumindest ist das nicht als irgendwie sozusagen Fehler im System zu verwirken sondern so sagen Mensch ist eine Datenquelle meiner Resonanz und dies so echt wie andere Sachen.

00:23:36: und dann muss mir überlegen welche Intervention leite ich daraus ab?

00:23:39: Und dann wieder zu prüfen was passiert auf der Kundenseit an der Stelle.

00:23:46: Woher kommt denn der Ansatz dass man jetzt sagt über Resonance auch in der Beratung oder mit Resonanzen in Beratungen zu arbeiten?

00:23:52: ein Stadt und das würde ich jetzt bis jetzt Eine These ist ja ein starker Gegenentwurf zu dem sonst sehr kognitiven, prozesslastige Beratung.

00:24:05: Ja also das hängt glaube ich zum einen wie du sagst David davon ab wo man sich verortet.

00:24:12: und wenn ich sage Aber eine Art von Beratung, wo Leute auch wirklich sagen ich will von dir eine inhaltliche Beratungen und du schreibst mir jetzt eine Expertise zu dieser und jener Frage dann hätt' dich auch die Erwartung.

00:24:25: Also die habe ich ja auch öfters.

00:24:26: das heißt sich dass es immer klappt.

00:24:28: man geht zusammen Steuerberater hat gerne eindeutige Expertis oder am Ende kommt wieder raus kommt hoff an.

00:24:33: aber also selbst in der vermeintlichen Expertenberatung ist diese Eindeutigkeit irgendwie zunehmend nicht mehr gegeben.

00:24:40: Naja, der Ansatz kommt eigentlich daher, wenn man diese zunächst abstrakt klingende Theorie von Blumen in der Systemtheorie ernst nimmt.

00:24:48: Und ob er sich jetzt auf Systemtheoriekonstruktivismus, symbolischen Interaktionismus bezieht?

00:24:53: Das ist fast egal an dieser Stelle!

00:24:55: Aber sobald man davon ausgeht, dass Kommunikation nicht mehr so funktioniert.

00:25:00: Dass ich sozusagen ein Informations-Teil habe und es direkt irgendwo hintragen kann und eine Eindeutigkeit bei dem anderen in Systemen eingeführt werden kann.

00:25:10: Sobald mal diesen die Griff zur Seite legt und sagt, Kommunikion ist irgendwie das was zwischen zwei passiert?

00:25:16: Und es bleibt ein Stück weit der Unplanbarkeit fast innerhalb das jeweiligen Sender und Empfängers passiert.

00:25:23: Also, welche Mitteilung wird gemacht?

00:25:25: Welche Selektion auf der anderen Seite getroffen?

00:25:28: Auf was reagiere ich und welches Verstehen passiert dann muss man ein Interesse haben für diesen Vorgang zwischen der Ausdrunde und der Innenwelt.

00:25:38: Und da ich es nicht wissen kann ob das stimmt, was der andere mir sagt kriege ich nur einen Fuß in seinen Bezugsrahmen, indem ich meine Resonanz zur Verfügung stelle.

00:25:51: und das kann dann dazu führen dass jemand sagt sehe ich genauso oder sehe ganz anders.

00:25:56: Nicht selten ist es eher so, dass für den auf der anderen Seite etwas Neues entsteht und er sich entweder selber eingestehen muss was nicht ganz stringentes Wasser erzählt oder er zumindest offen wird für neue Perspektiven.

00:26:11: Also, das Arbeit mit der Resonanz dient in erster Linie dazu den gegenüber eine andere Selbstbeobachtung zu ermöglichen was immer der Ausgangspunkt von jeder Art Veränderungen ist.

00:26:26: Beobachte das oft, dass dann Führungskräfte, die kommunizieren in die Crowd oder einen Posting machen.

00:26:32: Ich habe es doch genau geschrieben!

00:26:33: So ist eindeutig die Kommunikation.

00:26:36: und ich frage mich immer, sie sind doch alle verheiratet?

00:26:39: Die wissen das doch, dass das Kommunikations nicht eindeuteidig ist im privaten Wissenwissen.

00:26:44: Und in der Firma setzen wir es voraus.

00:26:46: Du bist kausal hier da steht's ja genauso.

00:26:48: wenn dann Bedingungen... Also ist mir immer ein echtes Rätsel diese Resonanz.

00:26:56: Wo würdest du denn das als, also am wirksamsten ansehen?

00:27:01: Als Denkwerkzeug oder als Werkzeug.

00:27:04: Wo kann man denn das am besten Wirksamsten einsetzen?

00:27:07: Wo würdest du das sehen?

00:27:08: Eher in der One-to-One Kommunikation oder auch jetzt in so einem Konstrukt-Wähigkeit gezeichnet hat dass ich in so den Nehmen was kommunizieren möchte.

00:27:16: Das ist unsere neue Strategie oder whatever.

00:27:19: Wo würtest du dann den Wirksamkeitshebel am höchsten sehen?

00:27:23: Sie wird mal sagen, dass sich drei Themen verlachen.

00:27:26: Themenfeld eins ist eigentlich in meiner eigenen Analyse um was geht es hier wirklich?

00:27:33: Also, das ist ja bekanntermaßen Unternehmen wenden sich an jemand mit irgendeinem konkreten Auftrag.

00:27:40: Der kann manchmal diffuser sein, manchmal enger sein.

00:27:43: Mir ist es immer recht wenn's möglichst diffus ist im Sinne von irgendwie läuft singen oder soll irgendwie anders sein weil dann sind meistens noch genug Freiheitsgrade drin erst mal zu gucken Wie entsteht denn das Problem, unter dem der System selbst leidet und was kann man jetzt machen?

00:27:58: Das ist meistens die Suche nach der Handbremse wichtiger als nach einem Gaspedal.

00:28:02: Also weil der aktuelle Zustand es irgendwie erzeugt so.

00:28:05: Und wenn ich mich dann in die Eigenlogik von einer jeweiligen Firma rein denke und rein fühle und rein spüre, dann führen wir meistens irgendwelche Interviews und Gespräche und den was sich da an Informationen kriegt dass ich da einen Zugang krieg.

00:28:19: Was sind denn die zugrunde liegenden Muster?

00:28:22: Was gibt es denn für Gemeinsamkeiten, gibt's irgendein Effekt ein Gedanken, ein Bild das mir immer wieder kommt wenn ich mit den Leuten rede.

00:28:30: Und dann ist es für mich in dieser Analysephase wirklich wichtig zu dem Kern vorzudringen und denen es hier geht.

00:28:35: Das ist ein Aspekt.

00:28:36: Ein zweiter Aspekt, den ich total wichtig sehe, sind so Eins- und Einsbeziehungen, sei es jetzt eine Coaching Beziehung oder auch in einer Beratungssituation.

00:28:45: Also da habe ich das öfters mal, dass mir Leute was erzählen und dann merke ich irgendwie so entweder es zog zu eurem Gesicht bei mir oder ich möchte mich manchmal nachher so wegdrehen.

00:28:55: Oder ist so eine Diskrepanz?

00:28:57: Ich höre etwas!

00:28:58: Und wenn ich das in ein Buch lesen würde, wäre ich total beeindruckt.

00:29:02: aber jetzt gerade im Moment spüre ich nicht, was mir jemand sagt.

00:29:07: Dann sage ich das, dass ich was höre, was mich eigentlich total beeintrugt, aber es erreicht mich irgendwie nicht So als würden Sie mir vielleicht etwas erzählen, was nicht ganz Deckungsgleich ist mit Ihrem Empfinden.

00:29:20: Punkt!

00:29:22: Und das reicht oft, dass dann jemand sagt Ja, das was ich wirklich empfinde kann ich Ihnen auch noch nicht sagen und darum geht es ja praktisch also in diesen Bezugstrahmen eine Fuß in die Tür zu kriegen, dass eine andere Selbstbeschreibung möglich ist.

00:29:36: Also heißt der zweite Aspekt wo's hoch wirksam ist, sind Eins- und Einsbegegnungen sei es im Coaching oder bereits den Beratungsmandaten.

00:29:42: und der dritte Punkt Wenn wir dann diese Analyseergebnisse rückmelden an Management-Teams, dann werden die nach gewissen Kriterien aus.

00:29:53: Und das sind jetzt keine quantitativen Kriterie, wo wir sagen sieben der zwölf Befragungen stimmen zu seventy fünf Prozent der Entscheidung zu und so weiter und sofort sondern wir schauen welche Muster wir in der Organisation finden durch die Resonanz, die uns selbst gekommen ist zur Verfügung zu stellen.

00:30:11: Also wir gehen mit Bildern rein, mit Metaphern, sei es jetzt mit Bilder, die wir darstellen oder die wir beschreiten und meistens über dieses starke Resonansbild eröffnen wir dann die Rückmeldung der Ergebnisse.

00:30:25: Und dieses Bild führt ja auf der Gegenseite sofort ab.

00:30:28: zur Resonance also ich hatte neulich mal den Fall, da hat ich mit Management hingesprochen.

00:30:32: und diese First Line von diesem Manager.

00:30:35: Die wirten auf mich, wie ich damals in Biologie unterricht.

00:30:38: Lange genug den Kopf nach unten halten, dass man gar nicht in die Mieting drankommt und hoffen, dass die Stunde rum ist und dann mit der Hand über den Kopf fischen rausgehend samt

00:30:47: geschafft.".

00:30:49: So wirbt für mich die Kultur an diesen Managementmieten.

00:30:51: Und dieses Bild habe ich ihnen zur Verfügung gestellt – und netterweise hat einer dem Mut und sagte also, Ich bin dabei!

00:30:58: Der einzige fehlenden Bild des Schule, ich glaube es im Kindergang.

00:31:01: Genau, da passiert dabei anders das was bei euch passiert.

00:31:06: Das fangen zwei drei zum lachen an und BAM ist in der Diskussion wie kommst du auf Kindergarten?

00:31:11: Hey wir käken keinen Punkt hier durch.

00:31:13: keiner traut sich zu widersprechen.

00:31:14: wir machen noch alles was unser Chef macht und so weiter.

00:31:17: also es startet den kommunikativen Prozess.

00:31:20: ich hab nicht den Anspruch das ist die Wahrheit oder irgendwas aber es verändert die Beschreibung weil Leute sehr geübt sind sich dass selber kognitiv wieder herzuleiten Mit dem sie eigentlich unzufrieden sind, aber in der Schlüssigkeit ihrer eigenen Gedanken kein Impuls für Veränderungen entsteht.

00:31:37: In diesem Fall sei die Folge mit Schutzräume für Organisationsentwickler erwähnt, weil das ist durchaus mutig was du da machst mit diesem Biologieunterricht.

00:31:44: Das ist nämlich ein krasser Spiegel also muss man auch erst mal aushalten können finde ich super spannend um die Organisation so weit zu irritieren dass dann das besprechbar wird.

00:31:56: Ich hätte noch Gedanken, seil ich Ihnen kurz ausführen Weil ihr vorher gesagt habt, wie anschlussfähig ist denn das mit dem Thema Resonanz.

00:32:04: Also ich würde mal sagen es braucht eine zugeschriebene Autorität.

00:32:09: Eine Reputation einen Track record.

00:32:11: der weiß schon was er tut.

00:32:14: und wenn es aus einer Kombination von Track record und Erfahrung passiert dann glaube ich ist die Offenheit für so ein Metaphern und Verbilder höher als wenn jemand den noch nicht so einen gewissen Lebenslauf in der Szene hingelegt hat und mit diesen Bildern kerne dann bestimmte vielleicht manchmal das Risiko, dass die Abwehr stärker wird oder die Leute stärker auf die Person verbal eindreschen würden als wenn sie sagen, da scheint schon was an zu sein.

00:32:37: Wir reinigen erst mal weiter dazu.

00:32:39: Meistens ist es aber eher so, dass Bilder anschlussfähig sind, wenn sie halt stimmig sind weil sehr nicht mein Fantasieprodukt ist sondern eine Auswertung dessen, was für die meisten Leuten raumspielbar ist.

00:32:50: Jetzt kommen wir auf eine Metarebene.

00:32:51: ich würde ja jetzt sagen angenommen du würdest ein Bild, eine Metapher in den Raum geben und es würde damit stark im Widerstand also würde zurückkommen.

00:33:02: Dann ist das ja auch wieder ne neue Information die man auch wieder zur Verfügung stellen kann oder im Sinne von... Also es heißt ja so oft wenn man erwischt wurde oder wenn man diesen den Triggerpunkt erwisht hat dann ist er einer der Reaktionen dass man zum Beispiel einen Widerstand geht oder hoch fährt oder sehr emotional reagiert.

00:33:17: und dann kann ich ja wieder sagen ich glaube ich habe doch nen Punkt getroffen weil sonst glaube ich nicht für ihn sich so emotional reagieren.

00:33:23: gerade Ein perfektes Beispiel.

00:33:25: Hatt ich erst vor ein paar Wochen kleines Team, vier von Fläute, kurze Vorstellungsrunde, keine länger als drei Jahre beim Unternehmen.

00:33:33: dabei war so ein Strategie-Prozess.

00:33:37: Ich war zeitweise eher in der Rolle des Moderators, der da groß mitgeschrieben hat und hatte ganz sonderlich inhaltlichen aktiven Parts aber es war erstaunlich.

00:33:47: die haben irgendwie so drei Optionen überlegt und für mich und das ist auch eine Art Resonanz dachte ich mir immer Also ihr redet über ABC, aber D und E ist so naheliegend.

00:33:58: Und das trompt nicht in den Raum!

00:34:01: Und irgendwann habe ich das einfach zur Verfügung gestellt und hab denen gesagt... also ich finde es erstaunlich, ihr wickt ABC ab und D&E ist nicht besprechbar offenbar.

00:34:10: Heller aufschrei, geht gar nicht, kommt überhaupt nicht infrage usw.

00:34:15: Wir haben das vor zehn Jahren mal probiert, dass es vollkommen ausgeschlossen.

00:34:20: Dann nix der Resonanzen mir im Sinne von, die haben ja eingangs gesagt, keines länger als drei Jahre dabei.

00:34:25: Wir haben es vor zehn Jahren probiert uns fing nicht und festzustellen und das ist genau das was du sagst David wie hoch der Widerstand ist und wie stabil Unternehmenskultur ist weil keiner der handelnden Personen war zu dem Zeitpunkt im Unternehmen.

00:34:40: und trotzdem ist D&E tabuisiert komplett ausgeblendet nicht in Betrachtungsraum Und das war jetzt eher mal eine kopiertive Resolanz, aber es erzeugt genau die Dynamik, die du gerade geschildert hast.

00:34:52: Da fällt mir das Beispiel mit diesem Affen-Experiment eigentlich.

00:34:54: Ich weiß nicht ob Du das kennst?

00:34:55: Habe ich schon ein paar Mal erwähnt wo die Affen auf die Leiter klettern und Bananen holen und was gespritzt werden und man tauscht alle Affen aus und irgendwann geht keiner mehr die Leite hoch obwohl er... nie vom Wasser nass gespritzt wurde.

00:35:07: Ich musste teilweise mich echt zamreißen, wenn ich das Muster erkenne was du gerade beschreibst.

00:35:11: mir geht es ähnlich und ich sehe dann so auch solche Muster gedacht ja und da fehlt man diese Geschichte mit dem Bananen eine muss immer lachen weil's einfach so klassisch ist.

00:35:19: also bei mir Resonanz war dieses Muster mit den Affen.

00:35:25: die Geschichte habe Die Empörung?

00:35:27: Das ist unser Werkzeug.

00:35:29: Da gehen wir... Wenn ich Empörungen hab freue ich mich aus fachlicher Sicht, für die Menschen nicht.

00:35:34: Das ist vielleicht anstrengend für den aber sagt er dann haben wir was gefunden wo wir da machen und ich glaube diese Wir brauchen dieses Werkzeug, diese Empörungweidel.

00:35:45: Du hast das vorhin diesen zweiten Punkt also im Montauvon.

00:35:48: du merkst quasi wenn einer auf einen Punkt gebracht wird, der die Unwahrheit sagt Wenn er lügt Also etwas vorschiebt oder so.

00:35:54: Und wir haben das glaube ich uns in dem Business ganz oft antrainiert dass wir überhaupt keine Sensorik mehr haben.

00:36:01: Unwahrheiten, weil wir dauernd Unwahlheiten haben.

00:36:04: Also wird dauerend einen vorgeschobenen Grund warum muss ich jetzt in das Projekt ja beschwichtig-beschwichtig?

00:36:09: Das muss halt das sein, weil wirklich hat es ein ganz anderer Grund.

00:36:13: also wir haben gar keine Resonanzübung mehr.

00:36:15: tut mich der ist der authentisch oder weil ich dauert angelogen werde und deshalb ist glaube ich das einzige Mittel eine Kulturreaktion einer Empörung zu erzeugen, um die Wahrheit rauszukriegen als Werkzeug.

00:36:31: So blöd es ist, weil man könnte Leute auch ehrlich fragen, so du warum macht ihr das jetzt nicht?

00:36:37: Was war da vor zehn Jahren?

00:36:39: Das tun wir nicht.

00:36:45: Die Begriff von Empörung und Wahrheit sind groß natürlich an der Stelle.

00:36:49: Es mag meins bei wirklich Leuten geben, die einen vorsätzlich anlügen aus eigener Interesse oder Macht oder sonst irgendwas.

00:36:55: also das gibt's definitiv.

00:36:58: Ich erlebe es häufiger eher, dass die Drahtweite dessen was sie sich eingestehen müssten so groß ist.

00:37:07: Dass das nicht eingestehnen einem psychischen Schutz hat.

00:37:12: also es wäre so scharmenvoll es wär so schmerzhaft es hätte so weit reichende Konsequenz wenn ich mir das ehrlich eingestehe.

00:37:20: Zunächst versucht es, ich ideal aufrecht zu halten.

00:37:23: Differenziert jetzt glaube ich ein bisschen auch Beratung oder Coaching?

00:37:26: Wobei ... Ich kann mit keiner Organisation reden!

00:37:30: Das ist übrigens der Grund warum er heute in dem Feistungsansatz und auch bei Kormens in den Umsetzungen Projekten das psychische System der große Rolle spielt.

00:37:38: Selbst wenn ich Organisationsberatung mache, ich kann mit einer Organisation reden.

00:37:42: Ich kann nur mit Rollenträgern reden.

00:37:45: Und spätestens an dieser Stelle sind die Engel der Psyche des jeweiligen Rollenträgers gekoppelt.

00:37:50: Und da gibt es halt manchmal gewisse Ängste, Sorgen und Nöte und ich Ideale die jetzt noch nicht kippen dürfen.

00:37:58: Denn in gewisses Vertrauensverhältnis da ist dann können Leute schon mal hinter verschlossener Tür sagen dass sie vielleicht selber nicht mehr die Hoffnung haben das das funktionieren kann, dass sie sich eingestehen müssten was er so nicht klackten kann, Also es gibt manchmal gute Gründe, warum das, was Leute zunächst nach außen sagen nicht dekungsgleich mit dem Inneren ist und dann hängt's halt von dem Auftrag und dem Mandat ab.

00:38:19: Wie wichtig es ist, dass auf die innere Bühne zu verlagern?

00:38:23: Aber der Weg zur inneren Bühnen funktioniert über Resonanz.

00:38:26: Und das Thema Resonance ist ja kein Selbstzweck und wenn Sie interessiert, könnte Ihnen auch ein paar Sachen sagen wie bei uns die Kette dann weitergeht nach dem Resonanzen zur Verfügung stellen weil sie sind schon ein elementarer Teil in unserem Beratungsprozess.

00:38:39: Ja, bitte sehr gerne.

00:38:40: Nur ich wollte noch kurz ergänzen weil das ist glaube ich auch ein wichtiger Punkt weil wir vorhin ja die Frage hatten warum eigentlich dieser Ansatz.

00:38:47: der zweite punkt ist dann auch genau den du gerade noch ausgeführt hast dass Organisationen ja selber nicht wahrnehmen können sie sind auf ihre Mitglieder angewiesen um Wahrnehmung in die Kommunikation zu bringen.

00:38:56: alleine deswegen oder nicht allein aber auch einen weiterer Grund warum Das psychische System so relevant ist und man sich damit beschäftigen sollte.

00:39:03: Aber jetzt genau Warum ist es so wichtig eigentlich?

00:39:09: Und das dir jetzt nicht darum, was die tolle Bilder erzählen und die Leute das Lustig finden oder nicht.

00:39:13: Sondern die Bilder haben ja einen Zweck und die Resonanzen also... Was ist unser Verständnis von Veränderung?

00:39:20: Also zum Einen gehen wir davon aus dass jeder Zustandakt eines aktiven Geschehens ist.

00:39:27: Nichts ist einfach da, sondern jeder Zustand muss reproduziert werden.

00:39:31: Also es gibt kein Status wo der Passiv ist und die Veränderung ist das Aktive, sondern jetzt erzeugen tragt täglich Menschen irgendeine Situation.

00:39:39: eine schlechte Stimmung im Team muss täglich hergestellt werden.

00:39:43: Die sind nicht da!

00:39:44: Ich muss jeden Tag sagen Moment bevor ich hier reingehen nicht mehr lächeln.

00:39:47: Ich muss rechtzeitig meinen Kopf wegdrehen um den Kollegen nicht zu grüßen usw.

00:39:51: Sofort also sein aktiver Vorgang den Status zwei zu gerne agieren.

00:39:55: Wenn die Leute jetzt sagen, sie würden gerne ihren Status quo verändern, muss es ja erst mal dazu kommen dass sie's verändern wollen.

00:40:03: Wodurch entsteht so eine Veränderung in dem sich die Leute anders selber beschreiben?

00:40:09: Wir wollen das nicht mehr oder?

00:40:10: ich habe in anderen Teams das geht anders.

00:40:13: Ich hab gesehen dass es anders geht also... Eine andere Selbstbeschreibung führt dazu, dass dann überhaupt nur die Voraussetzung entsteht das Leute sich womöglich auf die Reise der Veränderungen machen.

00:40:24: Wodurch entsteht eine andere Selbst Beschreibung in dem ich mich anders beobachte?

00:40:29: Es könnte auch anders sein und alles was Leute sich an Realität konstruieren ist im Rahmen der eigenen Gedanken der eigenen Emotionen der eigenen Selbstverständnisse.

00:40:41: Das ist halt so in der Arbeit, dass man nicht anders zusammenarbeiten kann.

00:40:45: Brauchst du nicht so viele Erwartungen an das Teamklima und fertig?

00:40:50: Und durch dieser Resonanz des selbstverständliche etwas Pontiers infrage zu stellen, kann bei den einen oder anderen die MD entstehen.

00:41:01: es könnte vielleicht auch anders sein hier.

00:41:05: Dann kann die Kette losgehen, dass womöglich die Energie freigesetzt wird sich der Veränderung überhaupt mal entgegenzustellen oder sich medial zu beschäftigen.

00:41:16: Also kein Selbstzweck sondern Voraussetzungen und überhaupt das Feld zu bestellen auf dem dann Veränderungen gedeihen können?

00:41:25: Ja ja spannend jetzt du hast vorhin schon so Körperempfindungen angesprochen auf die Gefahr hin oder als Disclaimer, dass es nicht kopiert wird.

00:41:39: aber hast du mittlerweile eine Zuordnung für deinen Körperempfinden im Sinne von, wenn ich Nackenschmerzen kriege oder es zieht im Nacken dann ist das wahrscheinlich eher A. Wenn ich irgendwie grummeln im Bauch kriegst, dann ist es eher B wie auch immer um da ein bisschen Einblick vielleicht mal zu bekommen wie... Also definitiv!

00:42:00: Definitiv also und ein Phänomene sag' ich vor vielen vielen Jahren beobachtet und dann bin ich mir aber noch auf die Schliche gekommen.

00:42:10: Es gab gewisse Moderationen, bei denen bin ich rausgegangen.

00:42:13: Da habe ich intern als Berater, Trainer-Moderator gearbeitet und ich war dann immer so hier auf dieser linken Schulter verspannt und irgendwie also ganz angespannt.

00:42:23: Und damals habe ich es mir erklärt, ja du sitzt den ganzen Tag, du musst wieder mehr Sport machen

00:42:27: usw.,

00:42:28: natürlich hilft Sport dann dass es temporär besser ist.

00:42:31: aber irgendwann habe ich mir gedacht und heute hast du eine Moderation und alles ist cool obwohl es eigentlich viel heitler war als das andere Ding.

00:42:39: Also worin liegt denn der Unterschied zwischen den Situationen?

00:42:43: Und ich habe dann festgestellt, immer in Moderationen wo ich das Gefühl hab jetzt weiß ich nicht mehr wie's ja weitergeht, aber ich mich in einem Maße hier angespannt dass es dann abends zur Verspannung geführt hat und das habe ich dann so ein Stück weit als Frühwarnsystem benutzt und gesagt jetzt geht er schon wieder los Und ich wusste dann auch noch nicht genau, was für eine andere Intervention zu setzen ist.

00:43:06: Aber manche habe mich dann einfach aufgestanden oder bin zum Flip-Shot gegangen und hab kurz nachgedacht.

00:43:11: Und durch diese zunächst vielleicht für die Teilnehmer mit einer irritierenden Form, was ich gerade mache... Hat dann die Diskussion kurz pausiert und jemand anders hat gesagt, na eigentlich haben wir uns jetzt ziemlich festgefahren.

00:43:22: Vielleicht sollte man mal dieses und jenes tun.

00:43:24: also es war gar nicht dass ich dann die Bombenidee hatte aber es gab eine kurze Irritation im Raum die die Energie verändert hat und das hat sich was verändert.

00:43:33: Oder wenn ich schon gemerkt habe, jetzt geht es wieder los.

00:43:35: Dass ich sage momentan auf einer Meter-Ebene.

00:43:37: was war eigentlich das Ziel der Diskussion?

00:43:39: Wo sind wir jetzt?

00:43:40: Wer redet hier die ganze Zeit und dann wieder die Potency zu mir zu nehmen oder zu intervenieren?

00:43:45: also das ist ein sehr spürbares Muster und als ich das für mich klar hatte hat es weniger stattgefunden.

00:43:53: Ja, ich wollte nur das Klammer vom David wiederzumachen.

00:43:57: Und für alle die jetzt Probleme in der Schulter haben, die gehen bitte zum Physiotherapeutin.

00:44:00: und hat sich behandelt.

00:44:02: Weil es ist der individuelle Körper von Dota hier.

00:44:05: Die allen anderen ist es nicht so.

00:44:08: Manche Emotionen sind glaube ich relativ nahe liegend.

00:44:10: also wenn jemand eine wirklich einfach jetzt allein sprachlich herzerreißende persönliche Geschichte erzählt dann wird es ja oft einfach irgendwie warm ums Herz, so an der Stelle.

00:44:23: Das sind jetzt die in Anführungsstrichen einfacheren Resonanzen.

00:44:28: Manchmal ist das so mir erzählt wie man was und ich habe einen kurzen Impuls, dass sich so fast wegschauen würde.

00:44:33: Es ist mir fast peinlich, was du erzählst oder wir es erzählen oder es wird so deutlich... Ich glaube da stimmt etwas nicht!

00:44:43: Und das passiert nur häufig wo ich das Gefühl hab, jetzt wollen Leute wirklich einwas vormachen.

00:44:47: Warum auch immer?

00:44:49: Aber das sind dann so kurze Sequenzen, wo ich mir denke jetzt muss ich irgendwie genauer hinterhören was da da erzählen.

00:44:54: Weil die sind ja manchmal sehr geübt darin um das so zu erzählen wie sie es erzählen und da werde ich dann hellhörig aber nicht so kurz den Pruls hat dass ich eigentlich wegschauen wollen würde weil ich fast ein bisschen fremdscham oder sowas in mir entsteht.

00:45:07: Und dann drehe ich mich zurück und überlegt Was passiert euch gerade?

00:45:11: Was sagt die Person?

00:45:12: Was ist hier los?

00:45:13: So also das sind mal so ein paar Sachen auf uns Wenn es eine sehr schöne Atmosphäre ist, dann jetzt oftmals Franz Weich so ein Zwergfeldbereich.

00:45:22: Also das ist einfach eine Art der Selbstbeinehmung, aber es gibt schon so ein paar Indikatsforen.

00:45:26: oder wenn ich selber in so eine angespannte Situation komme, dass ich mir denke Vorsicht!

00:45:30: Es gibt ja irgendwelche Heckenschützen.

00:45:31: also da denke ich mal irgendwas ist ja schräg.

00:45:34: hier gibt's ein paar hinten Agendas und ich muss hinschauen was hier los ist.

00:45:38: So das werden sie auch hätten ohne die zusätzliche Ausnahme zusammen zu kleben wie Wie kriege ich hier jetzt mein persönliches Schulterzucken raus?

00:45:46: Wie krieg ich das jetzt beobachtet, hast du deinen Tipp oder so.

00:45:49: Also ich kenne für mich auch meine Punkte, wo ich weiß okay wenn das ist dann ist das und das.

00:45:55: aber wenn jetzt einer sogar keine Ahnung ist, ne ich hab es nicht also in Klammern du weißt es bloß noch nicht wie kann der das rauskriegen?

00:46:06: Das hat dann wirklich erst so im ersten Schritt viel mit Selbstwarnung zu tun.

00:46:09: Und das sagt ich ja eingangs, dass manche Leute das schlichtweg nicht kennen.

00:46:12: also ich hatte mal einen Teil in einer Ausbildung und den fand ich wirklich beeindruckend.

00:46:18: aus guten Gründen seiner Biografie hat der sich von seinen Emotionen temporär ziemlich verabschiedet weil ihm wirklich viel widerfahren ist was einfach nicht schön war und wann immer er natürlich mit all diesen Emotionen Kontakt gekriegt hätte wäre das Temporär ziemlich schmerzhaft.

00:46:32: Also unsere Psyche ist ja dann schon in sich wirklich schlau.

00:46:37: Sie findet Mechanismen, gewisse Wahrnehmungen von uns abzupoppeln oder zur Seite zu schieben weil wenn wir denen immer Bedeutung geben würden wäre das für manche Menschen wirklich schmerzhaft.

00:46:47: also was temporär praktisch all diese Erlebnisse und Kränkungen und Verletzungen zur Seite zuschieben der Preis war dass ein bisschen sein innerer Kompass verloren gegangen ist.

00:46:58: Und der hat beispielsweise mal so ein Kartenset gekauft und gewisse Emotionen drauf standen, Bilder waren und die war nachher einfach beschrieben.

00:47:06: Und er hat erzählt das er gesagt hat ich setz mich abends hin also in gewissen Abständen, nehmt dieses Kratensett, spür mal in mich rein schaue ich an irgendeiner Stelle irgendwas merke schaube ich irgend einen Wort für das empfinde, es reicht überhaupt nicht festzustellen wie es war, wie es kalt ist wird enges wird weit Und was könnte das sein und hat so ein bisschen mit seinen Karten also in Anführungsstrichen rumgespielt.

00:47:30: Aber das war wirklich erstaunlich und hat dann auch Seminare besucht, also meistens braucht man einen Gegenüber und auch ein bisschen Feedback von einem Coach oder so.

00:47:39: aber den seiner Entwicklung zu seiner Selbstbahn nehmen und es war wirklich beeindruckend und der hatte dann Zugang zu sich selbst, hat den Gefühl von jetzt muss ich aufpassen ist es hier richtig oder falsch?

00:47:49: Jetzt muss ich aber die Initiative ergreifen sonst läuft es in eine falsche Richtung.

00:47:53: Man hat sich das wieder angeeignet, also es ist lernbar.

00:47:57: Ich glaube es ist ein Wiedererlernbar, weil wir können das alles.

00:48:01: Also wenn man sich so Völker aborigines anschaut und die Verlernen das nicht.

00:48:08: Die können das instantanen.

00:48:11: Und diese Fähigkeit zu sehen, sagt mir dagegen über jetzt die Wahrheit.

00:48:17: Oder tut ihr das ein bisschen beugen?

00:48:18: Das muss ja nicht immer eine Lüge sein oder auch eine gut gemeinte Beugung der Wahrheit dieses Gefühl wiederzukriegen.

00:48:26: Ich glaube es ist nicht so schwer.

00:48:30: Also das färme ich auch.

00:48:32: Ich bin nur mit diesem Wahrheitsbegriff einfach vorsichtig, sagt mir das was er gerade mitteilen kann und was bleibt in Verborgen aus guten oder schlechten Grund?

00:48:42: Was ist jetzt gerade möglich der Person so?

00:48:48: Ja also was Leute jetzt gerade zu Verfügung stellen können es kann wahr sein aber es fehlt halt etwas.

00:48:55: Also jetzt machen wir ein bisschen klassische Beispiele, denn Leute einfach in sehr exponierten Rollen sind von denen viel erwartet wird im Licht der Öffentlichkeit und der Politik stehen usw.

00:49:07: dann haben die natürlich erstmal einen gewissen Sendebedarf ein paar Sachen zu erzählen, die erst mal gewisse Entscheidungsfähigkeit suggerieren

00:49:15: usw.,

00:49:15: das ist alles wahr!

00:49:17: Aber was dann auf der Strecke bleibt, ist der andere Teil.

00:49:19: Und da gehört jetzt auch erstmal nicht in die Öffentlichkeit.

00:49:21: aber für eine gute Entscheidungsfindung und eine Selbstregulation muss es irgendwo Platz haben.

00:49:26: Dann kann man eben schauen wo muss denn der Ort sein?

00:49:29: In welcher Vertraulichkeit?

00:49:31: Wo kann das möglich sein sich dann bereit damit zu teilen um dann für sich eine gute Entscheidung treffen zu können.

00:49:39: Dass da Leute in Rollen differenzieren wie viel Einblick sie geben wollen halt ich erst mal für gesund.

00:49:45: Schwierig wird es halt, wenn der Spannungsfeld so offensichtlich sichtbar wird.

00:49:50: Dann fuhren Sie sich damit kein Gefallen.

00:49:51: Ansonsten ist eine gewisse Rollen angemessener Regulationsfähigkeit eine wichtige Fähigkeit.

00:49:58: Jetzt hast du die Frage sind schon ein bisschen drauf eingegangen.

00:50:03: das war jetzt vielleicht bei dem einen Teilnehmer den Du erwähnt hast ein vielleicht extremes Beispiel.

00:50:08: wie könnte ich denn im Alltag Resonanz üben?

00:50:11: Wenn unsere Zuhörerinnen und auch ich selber dass jetzt üben möchte im Alltag.

00:50:16: Was wird es da empfehlen?

00:50:18: Dann würde ich bei so Sachen anfangen, die der Zettel aus einer Popularität haben ist und ein Stück weit rund um das Thema Achtsamkeit.

00:50:27: In diesen Achtsammkeitsansätzen geht's ja auch teilweise eher aus, sagen wir mal, ein Stück weiter Stressabbau oder was auch immer.

00:50:34: einen Body Scan zu machen Gibt diverse Übungen, ich spüre einfach mal meinen Körper.

00:50:39: Wie sitze ich jetzt gerade da?

00:50:41: Also gibt es unzählige Manuals die man sich runterladen kann um überhaupt mal die Wahrnehmung in den eigenen Körper zu lenken.

00:50:49: und solche kleinen Ritualisierungen eine Wahrnehnung im eigenen Körper haben ist der erste Schritt um Resonanz zu erleben.

00:50:57: Der zweite Schritt könnte dann sein sowas wo spüre ich denn etwas?

00:51:03: Also nicht selten ist es so, dass man gewisse Gefühle irgendwo verankert.

00:51:08: Beispielsweise heute sagen wir häufiger ich habe irgendein Kritiker und der redet mir immer von hinten rein.

00:51:14: Der arbeitet ja da schneller sonst wird nie was aus dir.

00:51:19: Und allein zu wissen ah ok so von der Seite wenn's hier wieder losgeht fliege ich meistens aus meiner Kompetenz.

00:51:26: sondern das ist erstmal gut wahrzunehmen.

00:51:27: spürst du den?

00:51:30: Und dann ist ein nächster wichtiger Schritt auch zu überlegen, spürst du noch andere in dir?

00:51:36: Also du bist mehr als dieser Kritiker.

00:51:38: Aber diesen Empfindungen und das heißt teilweise nur Gedanken erst mal orte im Körper zu geben ist ein erster Schritt die eigene Selbstbahnnehmung zu trainieren und dann sich einfach mal mitzuteilen auszusprechen.

00:51:52: Das heißt beim Joggen oder wo auch immer was empfinde ich eigentlich gerade?

00:52:00: Ja damit ist schon glaube ich viel geholfen.

00:52:02: Meditation würde ich jetzt noch mit einführen mein Mittel seit vielen, vielen Jahren.

00:52:09: Also das wäre das Training der Selbstbahnnehmung, was die Voraussetzung für die Resonanz ist und jetzt wird es no-brainer.

00:52:15: Also Resonance basiert auf zwischenmenschlicher Kommunikation.

00:52:19: Jetzt muss man in irgendwelchen Kontexten arbeiten wo Resonanzen irgendwie bedeutsam ist also.

00:52:23: Das heißt ich gehe zu irgendeinem Seminar, mache eine Ausbildung, man gibt sich eine Rückmeldung miteinander, man sagt mal wie es einem in der Zusammenarbeit geht.

00:52:31: Man teilt sich in der Familie Zuhause mit seiner Partnerin sein Partner.

00:52:35: lasst uns doch einfach mal sagen Wie geht's uns miteinander?

00:52:39: auf mich, wie reagiere ich auf dich?

00:52:40: Also das Trennfach in die Kommunikation Worte zu finden wo es Platz haben darf.

00:52:45: Das können selbst ganz klassische Retrospektiven sein, wo man auch schaut so wie waren unsere Ergebnisse und wie war unser Miteinander wenn nicht Worte finden müssen wie erlebe ich unser Team?

00:52:56: welche drei Adjektive hätte ich?

00:52:58: welches Bild kommt?

00:53:00: ja wenn ich auf die letzte Woche der Zusammenarbeit schaue.

00:53:02: also es gibt verschiedene Kontexte wo wir das Spielergestorers ausprobieren und trainieren kann Was wir übrigens, by the way, Entschuldigung noch eins erarbeitet.

00:53:10: in so Seminarmethode ist es ja relativ verbreitet.

00:53:13: Wenn man auch manchmal Bilder in den Raum legt und welches Bild spricht dich an?

00:53:16: Dann ist das ein Stück weit eine vorgegebener Resonanz.

00:53:19: aber wenn die Leute sagen ich habe dieses Bild für unser Team gewählt weil keine Ahnung wie stehen da zusammen, dass eine super Fußballmannschaft so erlebigst oder die wählenden Themen wo die Leute sich anschreien so erlebigst dann ist es ein Stück weiter genenkt der Resonance aber ermöglicht das Leute dann ihr eigenes Empfinden mitteilen.

00:53:38: Vielleicht ein leichterer Einstieg.

00:53:40: Ja, für den Anfang.

00:53:43: Was ich noch fragen wollte ist... Ich meine jetzt kann man das natürlich auch wieder übermäßig betreiben und dann es vielleicht sogar dysfunktional wird.

00:53:51: also an was ich gedacht habe ist wie wenn ich meine Resonanz zur verfügen stelle gleichzeitig aber noch offen für Kritik bleibe weil letztendlich kann ich das ja auch als anders nehmen jedenwahl zurück zu spielen.

00:54:02: Also Beispiel ich bin in einem Seminar Ein Teilnehmer kommt dazu und meint jetzt netterweise, du David.

00:54:12: Das und das Thema fand ich nicht gut.

00:54:14: Jetzt kann ich einfach sagen, was heißt es denn über dich?

00:54:17: Also warum sagst Du mir das denn jetzt?

00:54:19: Ich nehme gar nichts mehr an sondern spiegel sozusagen alles immer nur noch zurück.

00:54:23: Das ist auch nicht sehr hilfreich finde ich.

00:54:27: Definitiv!

00:54:28: Und da hängt's sehr wirklich davon ab was für ein Verhältnis hat man zueinander?

00:54:32: und das führt mich zu verschiedenen Begrifflichkeiten.

00:54:35: Also wenn ich jetzt mit dir in ein Dienstleistungsverständnis eintrete und wir sitzen miteinander im Restaurant.

00:54:42: Und du sagst zu mir, ich will zwei Schnitzel mit Pommes.

00:54:45: Dann sollt ihr die Küche gehen und ihr zwei Schnitzen mit Pommes holen?

00:54:49: Wenn ich jetzt als Kellner zu dir sage also wir haben schon Schnitzeln mit Pomme aber wenn ich sie so anschaue wäre Salat die bessere Wahl Dann würdest du wahrscheinlich zu mir sagen, ich gehe noch ein anderes Restaurant.

00:55:00: Also ich habe von dir keinen Auftrag, dir den Salat hinzuquatschen wenn du zwei Schlitzel mit Pommes haben willst.

00:55:05: Jetzt ist die Frage welches Verhältnis haben wir einer professionellen Ebene und welche Bedeutung hat meine Resonanz?

00:55:14: Für mich ist Resonans insbesondere in Beratungssettings wichtig.

00:55:20: was heißt jetzt für mich Beratung?

00:55:23: Beratung bedeutet, es muss eine Irritationsbereitschaft auf beiden Seiten des Tisches geben.

00:55:30: Wenn die Kundin oder der Kunde praktisch eine Eindeutigkeit und keine Verhandlungsbereitsschaft hat zum Zielzustand und zum Weg dorthin dann mags ein Dienstleistungsauftrag sein, der sinnvoll sein kann aber ist kein Beratungsverständnis.

00:55:46: Wenn ich als Beraterin oder Berater eindeutig vorher weiß was dieser Kunde jetzt braucht Und wenn es nicht passt, quetscht man's schon rein.

00:55:56: Dann ist das auch kein Beratungsverständnis!

00:55:59: Es braucht eine Irritationsbereitschaft auf beiden Seiten des Tisches und das ist mir wichtig vorab zu klären weil ansonsten konfrontiere ich jemandem mit etwas und der sagt sagen wir ticken sie noch und wir haben sie für das und das beauftragt und jetzt tun Sie hier rum.

00:56:14: also man braucht einen Contracting zu beginnen.

00:56:17: und dann natürlich ist es wichtig in welcher Haltung stelle ich meine Resonanz zur Verfügung?

00:56:22: Ich stelle meine Resonanz nicht zur Verfügung, dass ich weiß wie es hier läuft sondern zum Wohle des Beratungsprozesses neue Perspektiven zu eröffnen.

00:56:32: Und jetzt kann sein das mir wirklich etwas entgegenschlägt was heftig ist und jetzt muss sich wieder die Wahl treffen.

00:56:39: Muss ich jetzt trotzdem dranbleiben weil ich glaube das was mehr entgegen schlägt is einfach eine Stück weit ungünstiger Abwehrreaktion?

00:56:49: Oder habe ich einfach daneben gelangt und stell fest, es geht ja nicht?

00:56:53: oder hab' ich in ein Tabu hineingestochen?

00:56:55: und so weiter und sofort.

00:56:57: Was auf alle Fälle ungünstig ist.

00:56:58: wenn's so laufen würde wie du das in deinem Beispiel gemacht hast, jemand hat einen Dienstleistungsverständnis und ich psychologisiere jede Rückmeldung an mich als Zeichen der Inkompetenz des Kunden.

00:57:09: Dann wäre von meiner Seite keine Irritationsbereitschaft und dann würde ich das Beratungssystem implodieren

00:57:13: lassen.".

00:57:15: Ja wichtiger Punkt!

00:57:18: Jetzt hast du ja auch viel im Ausland gearbeitet.

00:57:22: Würdest du sagen, dass die Beratung im Auslands anders funktioniert oder merkst du einen Unterschied?

00:57:28: Dass das andere Länder vielleicht geübter sind in der Arbeit mit Resonanz?

00:57:33: Was ist da deine Erfahrung?

00:57:36: Also jetzt zugegebenermaßen, wenn ich im Ausland gearbeitet habe, habe ich viel in globalen Konzernen gearbeitet.

00:57:43: Die dann weltweite Projekte hatten und ich finde da bildet sich so eine neue Realität.

00:57:48: Das ist wieder die Kultur des Landes noch der Organisation sondern das ist so eine Global Corporate-Kultur, die da entsteht.

00:57:56: Und die bringt irgendwie aus allen Kulturen was mit.

00:58:00: deswegen könnte ich gar nicht so genau sagen es ist dann signifikant anders weil es sehr international ist.

00:58:06: Ich glaube, ein paar Sachen sind komplett leicht und ein paar Dinge sind sehr unterschiedlich.

00:58:11: Also komplett gleich ist das Menschen in allen kulturellen Kontexten auf Resonanzen anderer reagieren.

00:58:19: Das ist unsere Spezie.

00:58:21: Wir sind soziale Wesen die in Bezogenheit und Verbundenheit zueinander stehen.

00:58:25: Das ist hundertprozentgleich Wo es große Unterschiede gibt.

00:58:31: Wie viel Emotionalität ist in welchem Kontext gewünscht und wo wird sie ausgeblendet?

00:58:37: Also wie groß ist die Trennung zwischen, sagen wir mal dieser vermeintlichen menschlichen Wahrnehmung und dem was in den jeweiligen Business-Kontext als akkurat empfunden wird.

00:58:47: Dennoch glaube ich es ist ähnlich das Leute einer Resonanz haben und jetzt mag's Kontexte geben wo ich direkt verwenden kann und jetzt Spiegel zur Verfügung stellen Und woanders muss ich besser darüber nachdenken, wohin mit meiner Resonanz das sie dann vielleicht auch eine Wirkung entfalten kann, die ich mir wünsche.

00:59:04: Da gibt es einfach No-Gos beziehungsweise Hierarchie, Bereitschaft den Staatsbrot zu Challenges.

00:59:11: Da gibts große kulturelle Unterschiede wie Anschlussfähige.

00:59:15: welche Art der Rückmeldung der Resonanzen ist Ja, du.

00:59:20: aber vielleicht lohnt sich ja nochmal ein kurzer Ausblick in die Metatheorie der Veränderung und dann dementsprechend in die Leitprozesse der Psychodynamik.

00:59:28: Ein zwei haben wir jetzt schon angesprochen, aber dass die Zuhörerinnen vielleicht neugierig werden?

00:59:32: Wir packen den Link natürlich in die Show-Nodes!

00:59:36: Genau also wie ich ja vorhin gesagt habe bin auch Lehrtrainer bei dem WFAS des Leiterbildungsinstituts der Veränderung gelehrt.

00:59:45: Was ist die Meta Theorie, eine Zusammenführung verschiedener Denkrichtungen, verschiedene Interventionsformen unter dem Dach dieser MetaTheorie?

00:59:57: Und Kernelement dieser Metatheorie sind sogenannte Leitprozesse.

01:00:03: Das sind Entscheidungsnotwendigkeiten an denen ein soziales System oder ein psychisches System nicht vorbeikommt.

01:00:10: An unserem Institut blicken wir da auf das Thema Organisationstenamik, Team-Dynamik, Psychodynamik und Konfliktdynamik.

01:00:18: Und in allen diesen Strängen gibt es gewisse Leitprozesse die jeweils zwei Polaritäten haben wo ein jeder soziales System eine Entscheidungsnotwendigkeit hat.

01:00:28: Das ist die Grundlogik und die Leit Prozesse der Psychodenamik eben ausdrumpft darüber welche Fragen die Psyche oder psychischer System für sich zu klären hat um die Selbstregulation der Psyche sicherzustellen.

01:00:42: Also es geht nicht um Wohlbefinden, Gesundheit, Krankheit oder dergleichen sondern das selbst wird also ein prozessuales Geschehen gesehen und gelungene Selbstregulation ist diesen Prozess des selbstens zu gestalten je in Bezug auf den Kontext und die Situationen der ich mich befinde.

01:01:01: Und eine dieser Leibprozesse weit zum Beispiel über denen wir ja schon gesprochen haben auch Selbstwahrnehmungen Ich glaube in die Fuß- Präzise, glaube ich.

01:01:09: Oder prägnant?

01:01:09: Genau.

01:01:10: und also diese Leitprozesse.

01:01:13: Und ihr könnt euch das dann anschauen wenn ihr den Show Notes den Link dazu seht.

01:01:16: es ist in einer kreishaften Darstellung.

01:01:19: in diesen Leit Prozessen gibt's keine Reihenfolge Es gibt meistens Reaktionszwänge.

01:01:24: Also wenn man an dem Pool etwas verändern will, dann hat es wahrscheinlich Auswirkungen auf einen anderen Pool Eine der Leit-Prozesse selbst Wahrnehmung und ich würde mal sagen in den allermeisten Coaching-Prozes spielt er schon eine zentrale Rolle weil erst wenn Leute wirklich etwas kregnant merken, hier ist irgendwas kann man dann den weiteren Schritt nachgehen.

01:01:44: Ja was spürst du denn da?

01:01:45: Über was informiert mich das?

01:01:47: womöglich und womöglicherweise spürt jemand einen großen Ärger über die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen.

01:01:55: Da kann man sich über den Chef aufregen.

01:01:56: wie auch immer und es wirft natürlich zum Leitprozess Selbstverantwortung Die Frage auf fühle ich mich als Betroffene der Situationen in der Ich Bin oder, glaube ich, handelnd darauf Einfluss nehmen zu können.

01:02:10: Und Wichtig ist jeder dieser Pole wird als Funktional angesehen.

01:02:14: also es kann sehr funktional sein sich als Betroffener der Umstände zu erleben und genauso ganz funktionals sein so sagen.

01:02:22: diese Betroffenheitspol bringt mich in eine Opferrolle und ich würde gern handellend ein Fluss nehmen auf mein Wohler gehen.

01:02:30: Ja!

01:02:31: Sehr schön Danke für diesen schönen Überblick und wie gesagt Für die Zuhörerinnen packen wir die Links in die Shownotes auch zu deiner Webseite, zu Comments so dass man dich findet.

01:02:41: Martin, machst du den Abschluss?

01:02:44: Na ja, das Stichwort Erwartungs-Erwartungen haben dich als viel gefragt und wir haben uns ausgetauscht.

01:02:53: Gibt es denn irgendwas was du erwartet hättest, dass wir fragen?

01:02:58: aber wir haben's gar nicht gefragt.

01:03:05: Nein!

01:03:07: Also ich glaube, eine der zentralen Fragen ist, wieso bis halb?

01:03:10: warum?

01:03:12: Weil ich mehr bietet diese Art von Resonanz und aus meiner Sicht oder mit Resonanzen zu arbeiten.

01:03:18: Aus meiner Sicht führt das zu einer deutlich höheren Drehgnanz und Akzeptanz letztendlich der Ergebnisse der Beratung auch wenn es temporär zur Friktion führt.

01:03:27: aber entsteht mehr der Eindruck von Augenhöhe, wenn man so mit den Leuten aufschlägt als irgendwelche Interviews zu machen wo man sagt wir haben seventy-fünf Prozent Zustimmungsgrad bei acht oder zwölf Befragten.

01:03:39: Also es bringt mir andere Potenzien im Prozess sein.

01:03:43: Wir haben uns darüber unterhalten dass für manche Menschen kein Geübter Muskel ist und haben uns überlegt wie man es erlernen kann.

01:03:49: das halte ich für wichtig Und letztendlich hat das duvor gesagt Martin Kein Mensch kommt auf die Welt und nimmt sich nicht selbst wahr.

01:03:59: Es wird in seiner Bedeutung relativiert zur Seite gestellt.

01:04:04: Leute manchmal eingeredet, es ist nicht so wichtig wenn ihr was wehtut, isst was, trinkt was, kriegt Süßigkeiten schaut ein Film an.

01:04:12: also wir machen hohe Anstrengungen unsere Selbstwahrnehmung zu unterbrechen und manchmal muss man gar nicht so viel üben wie man sie lernen kann sondern schauen wo habe ich sie verloren?

01:04:22: Und zudem Ort zurückzukommen.

01:04:24: da liegt eine Möglichkeit einen anderen Kontakt mit sich selbst und damit mit anderen in der Welt zu haben.

01:04:30: Lothar, tausend Dank für deine Zeit und die spannenden Einblicke.

01:04:33: Habe mich sehr gefreut und ich würde mich sehr freuen wenn wir dich dann zu einem beliebigen Zeitpunkt wieder hier einladen dürfen.

01:04:40: Wir gerne!

01:04:41: Danke schön!

01:04:43: Bis dahin alles Gute!

01:04:45: Ciao ciao.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.