293 - Beratung als Familientheater mit Jens Aßmann

Shownotes

Was passiert eigentlich, wenn Beratungsunternehmen nach außen Zusammenhalt, Kultur und Gemeinschaft versprechen, der Alltag der Beraterinnen und Berater aber ganz woanders stattfindet? In dieser Folge schauen David, Martin und Jens Aßmann auf ein typisches Spannungsfeld der Beratungswelt: Zwischen Kundenprojekt, interner Zugehörigkeit, Auslastungsdruck und dem Versuch, trotzdem so etwas wie Verbundenheit herzustellen. Es geht um die Muster hinter Fluktuation, Zynismus und künstlichem Zusammenhalt — und um die Frage, was passiert, wenn soziale Kleber eher Fassade als Substanz werden.

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Viel Spaß beim Hören! Dein David & Martin


Martin Aigner

David Symhoven

Transkript anzeigen

00:00:01: Herzlich willkommen bei Wir Müssen Reden, dein Podcast für agile Organisationsentwicklung mit David Simhofen und Martin Eigner.

00:00:08: Hier geht es um Organisations-Entwicklung, moderne Führung, Teamdynamiken und die Herausforderungen komplexer Systeme.

00:00:15: Schön dass du wieder eingeschaltet hast!

00:00:16: Und los geht's!

00:00:32: Moin David, moin Martin.

00:00:33: Grüß euch!

00:00:35: Schön dass du da

00:00:35: bist.

00:00:35: Wer heute das erste Mal hier reinhört den sei der sei auf die erste Folge hier verwiesen mit Jens und Martin.

00:00:43: wir haben nämlich eine kleine Artikelserie geschrieben und nehmen uns vor ganz spezielle Organisationsmuster in verschiedenen Branchen uns anzugucken.

00:00:51: Und Heute ist sozusagen die Aufnahme zu dem Artikel zwei und heute geht es um Beratung als Familienteater ein Thema das mich selber persönlich betrifft.

00:01:02: Und genau, wir haben wieder einen kleinen Case den ich jetzt einfach mal vorstelle und wir können uns jetzt in einen Berater hineinversetzen.

00:01:09: Ich habe ihn liebevoll Herrn Kappeljau genannt.

00:01:12: Er steht morgens früh um sechs Uhr am Bahnsteig.

00:01:15: Der erste Kaffee ist schon getrunken der zweite ist auf jeden Fall schon fest eingeplant und er wartet auf den Zug Richtung Kundenprojekt.

00:01:23: Und während er so auf den Zug wartet, merkt Herr Kabeljau das in ihm irgendwie sich eine gewisse Spannung breit macht und er sich irgendwie in zwei Welten bewegt.

00:01:33: Er sitzt dann im Zug, er klappt sein Laptop auf und arbeitet schon mal die ersten paar Folien- und Slides für den Kunden durch wo er danach eine direkte Präsentation halten darf.

00:01:44: Genau!

00:01:45: Und er ist seit drei Jahren in diesem Unternehmen und irgendwie, also er ist hoch motiviert gewesen damals.

00:01:50: Er wurde ganz tolle Geschichten erzählt wie alle zusammenhalten und was das für ein tolles Unternehmen sei und dass man auch zusammen Partys macht.

00:01:56: Und irgendwie kommt jetzt ihm das Gefühl hoch, dass er sich in zwei Welten bewegt und in keiner ist er wirklich so richtig unterwegs.

00:02:02: Denn er sieht eigentlich die Projektkollegen öfter als seine eigenen Kollegen intern in der Firma.

00:02:08: So wirklich hundertprozentiger Fit für dieses Projekt ist er auch nicht!

00:02:11: Er wurde einfach draufgesetzt weil er verfügbar war Und seine Chefin, Frau Forelle hat damals gemeint es sei eine super Chance für ihn um sich persönlich weiterzuentwickeln und das würde er schon hinkriegen.

00:02:23: Das passt!

00:02:25: Also auch hier ist es kein passender Fit für dieses Projekt sondern eher ein müssen dich jetzt loskriegen dass du nicht mehr bei uns auf der payroll sitzt ihr also natürlich noch dein Gehalt beziehst.

00:02:34: aber Leute berate die auf der bank sitzen kosten Geld.

00:02:37: Berater die verkauft sind sind gute Berater.

00:02:39: das ist sozusagen die logik und diese Spannung macht sich in dem breit.

00:02:43: Da wollen wir heute jetzt mal drüber reden.

00:02:44: Ich bin gespannt, ob es nur eine ist die in ihm auf der Bank vor dem zweiten Kaffee arbeitet oder die auch bei Frau Forelle und den anderen Kolleginnen und Kollegen arbeitet?

00:02:55: Die Spannung manifestiert sich ja schon im Bild von einem Kaffeebecher.

00:03:00: Das ist quasi so ein Papp-Kaffeebecher, der dann mit schlecht gebrühtem Kaffee vom Stor da ist.

00:03:06: Wie erstes in der anderen Welt was ihm versprochen wurde wo man die Champagnergläser hochhebt und kling klingen macht und sich auf den Schulter glaubt viel cool wir alle sind.

00:03:15: Und das ist dieser Missmatch dem wieder auch irgendwie hart.

00:03:21: Genau!

00:03:22: Denn das Muster, dass sich in dieser Branche ausbildet und es ist auch wieder wie im ersten Fall mit dem Softwareunternehmen.

00:03:27: Auch eine Grundspannung die in diesen Unternehmen nicht weggeht denn Es ist eine Spannung zwischen einer Innen- und Außenorientierung wenn man so will.

00:03:37: also dass Die Firmen das Problem haben wie sie den sozialen Kleber herstellen.

00:03:41: Also Wie kriegst du die Leute zusammen unter einer Firmkultur Unter einem Gemeinschaftsgefühl Wenn doch eigentlich alle Ich könnte es jetzt etwas provokant formulieren, eher als Söldnatum unterwegs sind und einfach verkauft werden und bei Kunden unterwegs sind.

00:03:56: Und die Realität ist dass man einfach viel öfter und viel mehr Zeit mit den Kunden verbringt als wird in einigen internen Kollegen.

00:04:01: das heißt es braucht einen Kompensationsmechanismus INN um diesen sozialen Kleber nenn ich das immer irgendwie herzustellen.

00:04:09: Das ist eine gute Spannung.

00:04:10: Du kriegst sie nicht über Zusammenarbeit her.

00:04:12: Also wir haben ja gelernt, wie baue ich ein Team?

00:04:14: Wir lösen gemeinsam ein Problem was wir in wechselseitiger Abhängigkeit lösen müssen.

00:04:19: So kann ich Team und Verbundenheit also außerhalb vom familiären System in Arbeit erstellen Und das steht aber demnicht zur Verfügung.

00:04:27: Es gibt ein paar Events wo man das Firm Event organisieren darf oder so.

00:04:31: Da kommt schon etwas vor Aber dieser Mechanismus steht nicht zur Verfügung.

00:04:35: Das heißt die brauchen einen anderen Mechanismus Wie ich verbinde halt Und Zusammenhalt herstelle.

00:04:42: Wie so ein Kompensationskleber, ne?

00:04:44: Also das ist so schön im Artikel auch geschrieben dass er die Kaffeemaschine beim Kunden besser kennt als die Kaffemaschine in dem Büro, wo man nur am Freitag ist.

00:04:51: und irgendwas muss man ja kompensieren von dem was in der eigenen Unternehmen bei den man angestellt ist, von denen man sehr Geld bezieht nicht stattfindet.

00:04:59: Ja Ich meine, das ist ja ein Muster, dass sich persönlich auch in mir breit gemacht hat.

00:05:06: Diese Spannung die kenn ich und ich weiß, dass ich da ja kein Einzelfall bin ne?

00:05:09: Das ist eben sozusagen ein Strukturproblem, das sich über das Individuum sich dann in mir... ...breit macht Und es ist auch wieder nicht schlecht!

00:05:20: Ich plädiere auch nur dafür, dass man sich das bewusst macht und eben bewusst mit dieser Spannungen umgeht Erkennen tut man das auch da daran Dass sich gerade die Berater dann oft beschweren.

00:05:31: Jetzt haben wir wieder so einen internen Termin.

00:05:34: oder die interne Projektarbeit, die man dann macht.

00:05:36: Weil man ja auch intern zusammen Themen weiter entwickeln muss, die wird im Zweifel immer weg priorisiert.

00:05:42: Wenn die Zahlen nicht stimmen oder wenn irgendwie ein bisschen Druck auf der sozusagen von oben kommt sind das die ersten Sachen, die wegfallen.

00:05:49: Ja gab's Sushi und jetzt gibt es nur noch die Pizza von dem Mann auf den Falter!

00:05:53: Ja, genau.

00:05:55: Oder die Leute sind komischerweise gar nicht motiviert.

00:05:58: Also da beobachtet man so ein internes Meeting und dann geht es um die Weiterentwicklung des Standorts oder sowas.

00:06:06: Und da sitzen alle Berater da, weil sie was beitragen könnten auch fachlich.

00:06:10: Da geht nichts vorwärts.

00:06:12: Warum nicht?

00:06:12: Weil sie morgen wieder im Projekteinsatz sind und danach wieder keine Zeit haben dafür... Simuliert sozusagen für einen Tag, den nimmt man sich mal raus nennt das Lekt dann.

00:06:24: und danach interessiert es wieder kein, weil's wird halt auch nicht weiter verfolgt.

00:06:28: Du beschreibst

00:06:29: das ja so schön in der Überschrift des Artikels David mit dem Thema Familientheater.

00:06:34: also da sind ja zwei Dinge drin die sich glaube ich noch mal zu setzieren lohnt.

00:06:38: einmal Familie also die Suggestion wir sind alle eine große Familie darüber kann man ja schonmal sprechen.

00:06:45: erstmal sind wir ein Unternehmen bei dem alle auf der Payroll stehen.

00:06:47: das hat schon mal einen Unterschied zur Familie und Theater hat ja noch so eine Form von vor der, also auf der Bühne Vorhang hinter der Bähne.

00:06:55: Also will sagen da kommt ja sowas von Nismusgefühl zu.

00:06:59: Lass uns da doch nochmal drauf gucken wie dieses Thema Familientheater Zynismus, wie das wirkt bei denen die auf der Payroll stehen und doch eigentlich nur dass es Söldnatum genannt, eigentlich ausgeliehende Kapazität für Kunden sind?

00:07:12: Ja genau!

00:07:13: Also das ist eine Form, wie sich dann ein Muster in so einer Organisation ausbilden kann.

00:07:17: Wenn nämlich dieser soziale Kleber nicht als Notwendigkeit verstanden wird sondern man unbewusst dann probiert dieses Familien narrativ aufrecht zu erhalten und dann kommt eben sowas dass dann große Werbeveranstaltung gemacht werden.

00:07:31: es wird dann in den Werten dann auch noch natürlich niedergeschrieben, ne?

00:07:34: Dass man eine Familie ist, dass man zusammenhält, dass Man sich vertraut.

00:07:38: Das sind gerade solche Werte die sehr oft in diesen Unternehmen proklamiert werden.

00:07:43: Und wenn man dann merkt, dass es ja eigentlich in der operativen Realität ganz anders zugeht.

00:07:48: Dass ich teilweise da nicht mal mitreden darf ob ich auf ein Projekt gehe oder nicht Oder einfach zugewiesen werde oder das auf einmal Man doch nicht mehr die tollen Events macht sondern sich eben wie gesagt nur noch die Pizza von nebenan bestellen darf oder was auch immer und Das ist dann nicht mehr mit der Mit der Schausseite des Unternehmens mit dem mit der Theaterbühne was auf der Vorderbühnen gezeigt wird zusammenpasst Dann ist die Gefahr recht groß dass sich so einen Arzynismus bilden kann.

00:08:13: Ja, das ist das Symptom.

00:08:15: Also diese kognitive Dissonanz, die du dann erzeugst, da ist das Symptom und das Kompensationsmechanismus Zynismus.

00:08:20: Das ist nicht zwar was man will sondern muss der Mensch machen damit er das kompensieren kann.

00:08:26: Man kennt es auch von den Kollegen.

00:08:28: wenn man sich mit den Kollegen unterhält, wenn einem Zug nach Hause fährt oder so... Da ist ja der Zynismus Level auf Anschlag aber warum?

00:08:35: Aber sie brauchen das als Kompensation!

00:08:38: Das ist also eine Art Hygienemaßnahme sozusagen für den Kopf, dass man diesen Zylismus sich ein bisschen ergibt.

00:08:44: Dass das dann wieder klar kommt im Kopf.

00:08:46: Und ich finde aber wenn man dieses Thema in einem zwei Ebenen oder einen zwei Jahre weiter denkt und du beschreibst ja Herrn Cabrio zu Beginn des Artikels so, dass er von einem anderen Beratungshaus in dieses kommt und sich eine bessere Welt vorstellt und eigentlich doch nur merkt, dass da so ein bisschen wie ein Paternoster ist und nach ein, zwei, drei Jahren ist das gleiche Spiel da.

00:09:05: Also dieses Thema Das tue ich... die Art, wie sozusagen Kapazität einfach nur gemäß Auslastungsrate stattfindet und nicht gemäße Passungen erhöht.

00:09:17: Zum einen kann zum einem bei einem Kunden dazu führen dass das Problem ich habe halt einen Berater der frei war wenn man es jetzt sehr scharf stellt statt einen perfekt passenden Berater gemäßen meinem Problem.

00:09:28: das ist ein Problem was stattfinden könnte und das andere mehr mit Blick auf die Innenorientierung ist dass natürlich die Fluktuation der Berater für das Beratungshaus erhöhen kann Mit diesem Paternoster-Gefühl.

00:09:39: Ich kann da ein und aussteigen, aber irgendwie nach einer gewissen Zeit kompensiert halt die Pizza auch nicht mehr das was ich sonst nicht erfahre an Familienanführungszeichen.

00:09:47: Und der Part der Fluktation verhindern könnte sozusagen also die direkte Führungskraft demontiert sich quasi ständig selbst durch Lügen.

00:09:59: Durch Unwahrheit sagen tut sie Vertrauen verspielen sozusagen.

00:10:03: Also, wie du skizziert hast, David?

00:10:05: Ja, das kannst du bei Entwicklungsmöglichkeit und der ganze Ding gelogen.

00:10:09: Und das checkt der Mitarbeiter irgendwann, dass es gar nicht so war.

00:10:12: Das macht halt drei vier Mal und dann disruptiert quasi die Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter.

00:10:18: bei Vertrauen brauche ich da nicht mehr und dann hast Du deine Flugtaktion!

00:10:23: Also Lügen ist ein sehr starker Begriff, Marty.

00:10:25: Weil wenn man jetzt auf die... Deshalb habe ich auch in dem Artikel beschrieben, wenn wir sich jetzt in die Rolle von Frau Forelle hineinversetzt Die ja auch enormen Druck hat von oben.

00:10:34: In meinem Case muss sie jetzt hier irgendwie, ich weiß nicht, zehn-zwanzig Leute irgendwie managen und ihr hattet die Verantwortung für zwanzig Millionen Euro Budget Und es ist die Fluktuation gerade wieder hoch und jetzt muss sie auch wieder jemandem wie das Neues einstellen.

00:10:47: Also irgendwie, das ist auch irgendwie anstrengend.

00:10:49: Weil sie ständig auf neue Ressourcen zugreifen muss weil Leute die sich eingearbeitet haben beim Kunden dann irgendwann wieder verschwinden weil sie ein besseres Angebot bekommen haben oder sonst was.

00:10:58: Sie musst strukturell lügen also Die Unwahrheit sagen Das tut's hier und es nennt man Lüge.

00:11:04: Aber dass sie gezwungen ist Und in einer blöden Situation ist das gar nicht alles kann Sie muss ja die Auslastung eben hinkriegen.

00:11:09: Jetzt habe ich den da sitzen, da hab' ich jetzt ein Projekt.

00:11:11: wie kriege ich das jetzt hin?

00:11:13: Das heißt, ich muss ihn irgendwie manipulieren oder ihm die Wahrheit sagen pass auf ist scheiße.

00:11:17: aber du musst jetzt

00:11:18: also... Es ist ja auch incentiviert diese Auslastungen hochzumachen weil ihr Bonus dran dann hängt.

00:11:22: deswegen will sie ja auch die Wahrscheinlichkeit erhöhen dass sie ihre Ziele erreicht.

00:11:26: Ja genau.

00:11:26: Das sind dann genau diese ganzen Strukturen die sich danach ausbilden.

00:11:31: Aber ich finde in diesem Beispiel weil ich da jetzt selber auch bin ja Beratungskind seit meiner beruflichen Karriere.

00:11:38: Ich finde, da sieht man so unglaublich stark wie das Geschäftsmodell.

00:11:41: Also wie System-Umwelt-Differenz.

00:11:43: wenn man jetzt systemtheoretisch wieder drauf guckt Wie stark diese Kopplung intern als Muster ausbildet Weil das Geschäftsmodell einfach ist Leute für ein Tagesatz zu verkaufen Das ist das Geschäftesmodell Und daraus ergibt sich alles.

00:11:56: Da kann ich ja zu viel Kompensationsmechanismus drum rumbauen Aber dieses Muster ist SO stark!

00:12:01: Das ist unglaublich!

00:12:03: Das es auch der Wirkmechanismus mit dem ich das verhindern könnte Wenn ich jetzt zum Beispiel davon absehen würde, einzelne Personen zu verkaufen.

00:12:12: Ja der Markt will das ja oft und er sucht nach Hammer und Säge.

00:12:16: Aber wenn nicht z.B.

00:12:16: ganze Teams Verkauf die Probleme lösen Dann ist es nicht mehr relevant ob der Mitarbeiter ABC da kann ich die passenden in das Team reinpacken Da muss sich mein ganzes Unternehmen natürlich anders strukturieren.

00:12:27: schon klar Boutique Beratung machen das ja teilweise so.

00:12:30: aber Das ist quasi der Beweis wenn man das mal durchdenkt wenn wir das anders machen würde Ist die Struktur am Anfang bei der Vertragsgestaltung anders und daraus kaskadiert es durch?

00:12:40: Und ich glaube, das braucht dann aber auch eine grundlegende Reflexion.

00:12:43: Du hast das ja gerade schon faktisch gesagt mit einer... Das verändert die Art wie die Organisationen, wie das Beratungshaus organisiert ist.

00:12:50: Dass bisherige wenn man's mal ganz simpel scharf stellt Kriterium isst ja Auslastung der Beratenden so je höher, je besser.

00:12:59: zu Lasten gegebenenfalls ja kein Automatismus Aber zu Last von Passungen also Fachexpertise zum Problem des Kunden und dieses Selektionskriterium sich anzugucken.

00:13:09: Also was ist unser Kriterium, bei dem wir wenn es Spitz auf Knopf steht nachdem wir entscheiden ob wir links oder rechts rum gehen?

00:13:14: Ich würde behaupten in dem Fall den du beschrieben hast David ist das die Auslastung.

00:13:18: welche Vor- und Nachteile bringt es mit uns?

00:13:20: sind wir bereit sie weiterhin so zu tragen oder gibt's andere Selektion kriterien nach denen wir entscheiden können und wollen inklusive der Konsequenzen die dann in der Folge kommen?

00:13:30: Ich will das noch einmal betonen, weil ich glaube das ist jetzt in meinem Abschnitt nicht ganz so klar geworden.

00:13:34: Worauf ich hinaus möchte ist dass diese Innenorientierung dieses Familientheater tatsächlich auch eine negative Konsequenz auf die Wirtschaftlichkeit haben kann.

00:13:42: also es wirklich kann sich negativ ausprägen.

00:13:45: Weil eben wenn dieser Zynismus entsteht, weil diese Passung nicht da ist, weil man sich sozusagen nicht genug differenziert hat am Markt, weil's nur noch ein Preiskampf isst Die Leute dann gehen habe ich in dem Fall Frau Forelle einen extremen Zusatzaufwand Immer wieder neue Leute zu finden, immer wieder neue Läuter anzuborden.

00:14:02: Immer wieder dieses neue, diesen sozialen Kleber herzustellen damit er in irgendeiner Art und Weise zumindest mal eine Gruppe geschweige den Team irgendwann zustande kommt.

00:14:09: Da fließt der extrem viel Aufwand rein diese Spiel am Laufen zu halten plus das viele Leute wenn ich jetzt auch dieses Geschäftsmodell nehme Irgendwann der Schalter kippt und ich auch eher Vertriebler bin als Berater weil von mir erwartet wird dass Ich selbst mache Viele haben da keinen Bock drauf und so weiter.

00:14:27: Dann wird dir verkauft, das Fachkarriere... Es gibt Fachkarren und so, das wird immer dann noch angepriesen und auch so verkauft.

00:14:33: aber de facto ist der Vertrieb immer mehr wert.

00:14:36: Und macht ja auch Sinn!

00:14:37: Ist auch voll konfein.

00:14:39: Nur auch da wieder Verweis auf den ersten Artikel Wir sind für eine bewusste Gestaltung dieser Grundspannung.

00:14:46: Hattele ich mir die einfach nur ein oder bin ich mit dessen bewusst?

00:14:48: Und kann sie intern besprechbar machen wie ich damit umgehen möchte

00:14:52: Genau.

00:14:52: Und dann landet man ja bei so einer Frage, wie welchen Preis zahlen wir für die Fokussierung auf Beratungsauslastungen?

00:14:58: Also Ergebnis offen!

00:15:00: Einfach nur eine Einladung sich diese Frage zu stellen und die kann man in ganz vielen Dimensionen dessen was wir jetzt besprochen haben reflektieren und dann kann man da drunter ein Strich machen und sagen wollen wir das zukünftig auch noch tun oder nicht, sodass man es zumindest aus dem eher unbewussten ins Bewusstse wieder reinkriegt?

00:15:16: Ja genau.

00:15:16: Und haben wir dazu eine bewusste Entscheidung getroffen?

00:15:19: Wie du gerade gesagt hast?

00:15:21: Ich finde ja noch wichtig, ich habe es gerade im Lebenserz angeschrieben.

00:15:23: Auch die Frage was unterscheidet uns denn von anderen Beratungshäusern?

00:15:26: Also wie differenzieren wir uns am Markt?

00:15:29: Die Realität ist dass die meisten Beratungshäuser eins zu eins ersetzbar sind.

00:15:32: Es gewinnt der nachher den günstigsten Preis anbietet und dann bist du in einem Preisspiel drin dem man eigentlich nicht haben will.

00:15:37: unternehmerisch Oder Alternative.

00:15:41: wieder über den Zeltgedanken!

00:15:42: Ich bin so gut vernetzt beim Kunden das er sowieso nur bei mir bestellt Aber dann bestellter bei mir Und wenn ich die Firma wechseln ist halt die andere Firma vorne.

00:15:50: Das hat nichts mit der Firma zu tun

00:15:52: Und den Gedanken hat, denen du vorhin hattest mit den Teams und Teams zu verkaufen statt Einzelpersonen.

00:15:57: Wenn man jetzt den Gedanken von dir David noch ein bisschen weiter springt denkt im Sinne von Austauschbarkeit von Beratungskapper weil mehr ist es ja eigentlich nicht.

00:16:06: ich habe einen Ich hab zu wenig Kappa für zu viele Probleme.

00:16:09: ich kauf mir temporär Kappa ein Dann wird dieses Thema einer klassischen Fachberatungen durch das Thema KI natürlich nicht kleiner.

00:16:17: Es wird schneller ersetzbar.

00:16:19: Wir danken den Teams die Probleme lösen, die als Team funktionieren.

00:16:24: Obwohl das Problem einfach nur die Variable ist in Q-Eins lösen mit Problem A und Q-Zweig problem B. Die sind natürlich ganz anders in der Lage damit umzugehen und deutlich weniger ersetzbar als die verlängerte Werkbank, die ich mir woanders einkaufe.

00:16:37: also will sagen Ich glaube dass es ohnehin mit fortschreitender Automatisierung und Abgabe von Tätigkeiten zumindest klassischen Austauschbaren Tätigkeiten an KI zu einer starken Disruption klassisch aufgestellter Beratungshäuser kommen muss.

00:16:52: Plus, wer das gerade KI sagst, die Wertschöpfungskowinne von Effizienz und guten Ideen von KI bleiben im Unternehmen bei dem Team.

00:17:03: Wenn ich jetzt ein Body-Leasing mache, gebe ich diese Wertschüpfungsgewinne dem Kunden.

00:17:09: Also auch total blöd für den Beratungshaus.

00:17:11: Wenn ich jetzt ein Team habe und die sind schneller durch KI, können sie bei einem Festpreisangebot, könnten Sie einfach schneller hinkriegen oder vielleicht zwei Projekte gleichzeitig machen?

00:17:20: Da bleibt der Gewinn bei mir!

00:17:22: Das macht unternehmerisch total Sinn, das nicht so zu machen.

00:17:28: Und die letzte Reflektionsfrage... die ja auch schon herausgearbeitet wurde, aber wo ist denn dieser soziale Kleber eigentlich notwendig?

00:17:35: Sind wir uns bewusst, wo wir den einsetzen und wo beginnt er die Realität zu überdecken.

00:17:40: Wo entsteht gegebenenfalls Zynismus, wo können wir schon Zynismus beobachten?

00:17:44: Und ist das eventuell eine Folge aus einem Familientheater was wir uns vorspielen?

00:17:48: Das kann ein guter Indikator sein.

00:17:51: Wenn man jetzt Frau Forelle als Person nimmt, dann ist es natürlich schwierig herauszufinden was sie mitkriegt und was ihr alles nicht mitkommt.

00:17:57: Aber wenn man in der Kaffeeküche oder der klassische Ort wo das gesprochen wird, was sonst nicht auf dem Meeting-Tisch landet... ...wenn da sozusagen der Zynismus Oberhand nimmt.. Dann ist es zumindest ein Indikatur und eine Einladung darauf zu gucken weil dann die These eben sein können.

00:18:10: Da ist vielleicht der Kleber ein bisschen zukünstlich und erfüllt eigentlich seinen Zweck des Klebens nicht mehr so richtig.

00:18:18: Dann erlaube ich mir jetzt den Disclaimer noch abschließend.

00:18:21: Also sollte es auch klar sein, dass Organisationen natürlich durch diese Muster beeinflusst sind, auch wenn man sie nicht bewusst hat und wir pläden ja dafür diese bewusst zu machen.

00:18:30: Und wenn ihr da Unterstützung wollt, dann könnt ihr euch gerne melden.

00:18:34: Es ist der Organisationsberater und helfen gerne bei euch die Muster sichtbar zu machen und besprechbar zu tun.

00:18:41: Vielen Dank!

00:18:43: Ich freue mich auf den nächsten Artikel.

00:18:46: Bis

00:18:47: dann.

00:18:55: Das war der Podcast.

00:18:56: Wir Müssen Reden.

00:18:58: Du hast eine Frage oder ein Thema, das wir für dich in einer Folge beleuchten sollen?

00:19:02: Du suchst neue Impulse?

00:19:03: Möchtest mit uns zusammenarbeiten, benötigst Supervision?

00:19:06: Kein Problem!

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